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Aktuell 73 Krefelder mit Coronavirus infiziert: OB Meyer dankt den vielen Helfern

Aktuell 73 Krefelder mit Coronavirus infiziert : OB Meyer dankt den vielen Helfern

Bis zum Freitag haben sich 73 Krefelder mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Rettungs- und Feuerwehreinsätze ist stark zurückgegangen. Oberbürgermeister Frank Meyer dankt allen „die in diesen Tagen Unvorstellbares leisten“.

73 ist die Zahl des Tages: „Es handelt sich um einen dynamischen Prozess“, erläuterte Gesundheitsingenieur Dirk Hageräke vom städtischen Fachbereich Gesundheit einmal mehr am Freitag bei der Bekanntgabe der neuesten Coronavirus-Zahlen. Hieß es am Donnerstag zunächst, dass sich 62 Krefelder infiziert hätten, so wurde die Zahl nun auf 60 korrigiert. Hinzu kommen 13 neue Erkrankte. Acht Patienten befinden sich in Isolation, keiner davon müsse jedoch intensivmedizinisch betreut werden. Eine gute Nachricht: Der bis dato kritische Zustand eines Erkrankten habe sich stark verbessert.

Oberbürgermeister Frank Meyer nutzte die täglich stattfindende Pressekonferenz im Rathaus, um sich bei „allen, die in diesen Tagen Unvorstellbares leisten“, zu bedanken. Der Verwaltungschef nannte Ärztinnen und Ärzte, Apothekerinnen und Apotheker, aber auch Verkäuferinnen und Verkäufer. Ein Lob sprach er zudem den Mitarbeitern im Sicherheits- und Rettungsdienst sowie den vielen hauptberuflichen und freiwilligen Feuerwehrleuten aus. Die Aktion „Zusammen klatschen“ findet Meyer übrigens eine „klasse Sache“. Eine Initiative ruft dazu auf, gegen 21 Uhr am offenen Fenster, im Garten oder auf dem Balkon lautstark den vielen Helfern zu applaudieren.

im Diagnosezentrum an der Schwerstraße wurden seit der Eröffnung vor einer Woche 755 Abstriche genommen, schildert die Leiterin des Fachbereichs Gesundheit, Dr. Agnes Court und ergänzt: „Es läuft jetzt deutlich runder als am Anfang der Woche.“ Probleme ergeben sich alleine durch die begrenzten Kapazitäten der Labore. Dadurch könne es bis zu drei Tagen dauern, ehe die Getesteten ihr Ergebnis erhalten.

Feuerwehrchef Andreas Klos berichtet, dass die Zahl der Einsätze von Feuerwehr und Rettungsdienst in den vergangenen Tagen deutlich zurückgegangen ist. „Die Bürger nehmen Rücksicht auf uns“, sagt er augenzwinkernd und fragt sich: „Ob es die Ruhe vor dem Sturm ist?“ Hoch erfreut zeigt sich Klos über die große Hilfsbereitschaft der Freiwilligen Feuerwehr, die bereits ankündigte, im Notfall einen 24 Stunden Dienst einzurichten. Auch Werks- und Betriebsfeuerwehren haben ihre Unterstützung zugesagt.

Unterdessen kündigte Oberbürgermeister Meyer an, dass er den Fraktionen vorschlagen werde, es anderen Kommunen gleich zu tun und die Kita-Gebühren zurückzuzahlen. Hier müssen jedoch noch einige Details geklärt werden. Aber: „Ich halte das für richtig.“