Ehrgeizige Vision 2023 : Neues Krefeld-Gefühl

Zum Neujahrsempfang schüttelte Oberbürgermeister Frank Meyer unzählige Hände.

Einmal im Jahr treffen alle Funktionsträger der Seidenstadt aufeinander:
Bundestagsabgeordnete und Vereinsvorsitzende, Vertreter des Einzelhandels und Spitzensportler, die Chefs von Kulturinstituten und Schützenbrüder.


Zum zwanglosen Neujahrsempfang hatte Oberbürgermeister Frank Meyer am Mittwoch ins Stadtwaldhaus eingeladen. Und das Treffen zugleich unter das Motto "Sport" gestellt.


Denn der Sport biete der Stadt Identifikation und wecke Begeisterung: "Krefeld war besoffen vor Glück, als die Pinguine 2003 deutscher Meister wurden", gab Meyer ein prägnantes Beispiel. Dabei vergaß der OB aber auch den Breitensport nicht: "Wir haben 210 Vereine im Stadtsportbund, rechnerisch ist fast jeder dritte Krefelder Mitglied eines Sportvereins." Dieter Hofmann, als Vorsitzender des Stadtsportbundes Oberhaupt der Krefelder "Sportfamilie", hörte es gern.


Doch ebenso offen sprach der Oberbürgermeister in seiner Rede den schlechten Zustand vieler Sportstätten an: "Wir haben hohen Sanierungsbedarf an Turnhallen, Sportplätzen und Sanitäranlagen". Eishallen und Grotenburg befinden sich in schlechtem Zustand, das Badezentrum Bockum ist derzeit sogar geschlossen. Meyer entschlossen: "Es wird höchste Zeit für eine ehrliche Bestandsaufnahme".


Dazu habe die Stadt eine Sportstättenkommission ins Leben gerufen. Ende des Jahres sollen deren Analyse und Maßnahmenkatalog vorliegen. In den kommenden Jahren wolle die Verwaltung dann die Baustellen nach und nach abarbeiten.


Mehr noch: Meyer verband die Sanierungsaufgaben mit Richtungsentscheidungen, die nun getroffen werden müssten. Beispiel Badezentrum: Soll es saniert oder gleich ein neues gebaut werden? Meyer mahnte: "Wir werden Mut zu Entscheidungen brauchen, die den Sport in Krefeld zukunftssicher machen." Seit 2015 seien dafür auch wieder finanzielle Spielräume vorhanden.


Die Richtungsentscheidungen betreffen aber nicht nur den Sport. Gut 140 Millionen Euro verbaut die Stadt in Straßen und Radwege. Meyer: "Gleichzeitig stellen wir uns die Frage, wie Mobilität in Krefeld besser funktionieren kann." Überdies sollen in den nächsten Jahren 700 neue Kita-Plätze entstehen. Nicht weniger als 143 Millionen Euro investiert die Stadt in die Schulen.


Somit beendete Meyer seine Rede mit einem optimistischen Ausblick auf das Jubiläumsjahr 2023, wenn Krefeld 650 Jahre Bestehen feiert: "Wir werden dann als Stadt ein anderes Bild abgeben und ein anderes Gefühl verkörpern als noch zehn Jahre zuvor." An diesem ehrgeizigen Ziel mitzuwirken, lud Meyer die ganze Bürgerschaft ein

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