Schulneubau in Oppum: Neueste Pädagogik - in Stein gegossen

Schulneubau in Oppum : Neueste Pädagogik - in Stein gegossen

Die Geschwister-Scholl-Grundschule in Oppum erhält einen Erweiterungsbau. Konzipiert wurde er nach neusten Erkenntnissen des Unterrichts.

„Das war eine nicht alltägliche Aufgabe“, schwärmt Architektin Katharina Kulla. Sie durfte für die Gemeinschaftsgrundschule am Fungendonk in Oppum einen Erweiterungsbau entwerfen, und zwar nach pädagogischen Maßgaben: keine strengen Flure mehr, wie früher an Schulen, sondern „Lerninseln“ an den Seiten, ausgestattet mit Sitzmöglichkeiten und durch offene Wände diskret abgegrenzt. So wird „freies Lernen“ individuell oder in Kleingruppen parallel zum Klassenunterricht möglich. Die angrenzenden Räume sind „multifunktional“ angelegt und können somit als Klassen- oder Betreuungszimmer genutzt werden.

So spiegelt sich in der Architektur die moderne Didaktik wieder, die durch offene und differenzierte Unterrichtsformen geprägt ist.

„Wir haben ein Schulausbauprogramm beschlossen und werden noch mehrere Jahre in die Schulen investieren“, unterstreicht Oberbürgermeister Frank Meyer die Vorgabe der Krefelder Politik. Die Vorgabe gelte für alle Schulformen und alle Stadtteile. Denn schließlich stecke der Rohstoff zur Bewältigung der Zukunft „in den Köpfen unserer Kinder“.

Schuldezernent Markus Schön hebt hervor, dass der Neubau am Fungendonk auch auf den Ganztag ausgerichtet ist. „In fünf Jahren wollen wir im Grundschulbereich 60 Prozent Ganztag anbieten können“, gibt er das Ziel vor.

Überdies gehe die Stadt von einer wachsenden Zahl von Schülern aus: „Wir haben rund 1000 zusätzliche Grundschüler zu versorgen.“ Da passt der Erweiterungsbau in Oppum gut in die Landschaft: „Die Geschwister-Scholl-Schule wird nach Fertigstellung dreizügig geführt werden können“, erklärt Schön. Bislang waren nur zwei Züge möglich.

Zudem enthält der Neubau eine Mensa, deren Räumlichkeiten abends auch für Veranstaltungen des umliegenden Quartiers geöffnet werden. Somit profitiert das gesamte Umfeld von dem Schulneubau. Schule ist heute kein abgekapselter Raum mehr.

Der Rohbau soll Ende des Jahres fertig werden. Die Inbetriebnahme des Neubaus ist für Oktober 2020 vorgesehen. Die Kosten betragen einschließlich Pausenhof und Parkplätzen 6,5 Millionen Euro.