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Neues Konzept für Burg Linn

Neues Konzept für Burg Linn : Einzug der Ritter

„Wir wollen die Burg ganz neu gestalten“, brennt Dr. Jennifer Morscheiser vor Tatendrang. Die Direktorin des Museums Burg Linn lässt als ersten Schritt in zwei Sälen eine Dauerausstellung über die Ritter des Mittelalters erstellen.

Das Museum hat dazu von einem Kölner Privatsammler Repliken von Rüstungen und Waffen als Dauerleihgabe erhalten. Diese Rüstungen sind den technischen Standards mehrerer Jahrhunderte nachgebildet. Dadurch kann der Betrachter die Entwicklung des Ritterlebens vom frühen (ca. 500) bis zum späten Mittelalter (ca. 1500) nachvollziehen.

Studenten der Hochschule Rhein-Waal erstellen derzeit Informationstafeln, die die Ausstellungsgegenstände in ihre jeweilige Zeit einordnen. Dass die Studenten als bezahlte Praktikanten in der Burg arbeiten können, ist der Krefelder Bürgerstiftung zu verdanken, die die Finanzierung übernommen hat.

Anfang nächsten Jahres, spätestens im Februar, wird die neue Ausstellung installiert. Dann werden die Besucher der Burg in zwei Sälen an Stellagen vorbeigeführt, in denen jeweils eine Ritterrüstung steht, eingerahmt von erklärenden Tafeln.

Zusätzlich werden auch die Bauentwicklung der mittelalterlichen Burgen und die Heimatgeschichte des Ortes Linn mit der Burg Linn dargestellt werden.

Die Besucher können an den Stellagen vorbeidefillieren. Das wird mit Absicht coronagerecht gestaltet, wie Dr. Morscheiser betont: „Wir wissen nicht, wie lange die Pandemie noch anhält.“ Mit dieser Einrichtung, die auch in normalen Zeiten besucherfreundlich ist, kann das Museum auch in der Zeit der Pandemie alle Abstandsregeln einhalten.

Nach Fertigstellung der neuen Ausstellung nimmt sich die Museumsleitung die nächsten Räume der Burg vor. Auch sie sollen neu eingerichtet und gestaltet werden. Am Ende wird die ganze Burg ein großes Info-Erlebnis darstellen und damit ihre Attraktivität als Ausflugsziel wesentlich steigern.