Umzug ins Rathaus: Neues Bürger-Servicepaket an zentraler Stelle in der City

Umzug ins Rathaus : Neues Bürger-Servicepaket an zentraler Stelle in der City

In der ehemaligen Einwohnermeldeamt-Halle im Rathaus entsteht bis Ende 2021 der zentrale Bürgerservice der Stadt Krefeld. Die Kosten liegen bei 3,5 Millionen Euro.

Seit den 70er Jahren ist Krefelds zentrale und meist frequentierte Anlaufstelle für die Bürger im Erdgeschoss des Seidenweberhaus untergebracht. Bis zu 40 000 Menschen kommen pro Jahr in den Bürgerservice Mitte, um sich umzumelden, einen Personalausweis zu beantragen oder Hundekotbeutel abzuholen. Die Räumlichkeiten sind jedoch schon lange nicht mehr zeitgemäß. Die Situation ist sowohl für die Besucher, als auch für die Mitarbeiter, unerträglich geworden.

Hinzu kommt, dass es das Seidenweberhaus nicht mehr lange geben wird. Kein Wunder also, dass die Stadt Krefeld schon länger nach einer neuen, zentralen Anlaufstelle Ausschau hält - und auch fünfig wurde. Die ehemalige Einwohnermeldeamt-Halle im Rathaus am von der Leyen-Platz mit insgesamt 1000 Quadratmetern Fläche soll saniert werden. Eine entsprechende Machbarkeitsstudie fiel positiv aus.

„Es geht um die Visitenkarte der Stadtverwaltung“, sagte Oberbürgermeister Frank Meyer nun bei der Präsentation der Planungen für das neue Bürgerservicebüro. Dieses soll bis Ende 2021 fertiggestellt werden. Die Baukosten liegen bei 3,5 Millionen Euro.

„Wir bieten dann ein Servicepaket an, welches auch auf die digitalen Angebote der Zukunft ausgerichtet ist“, freut sich Stadtdirektorin Beate Zielke. 30 Arbeitsplätze, davon zehn im Front Office-Bereich, werden eingerichtet. Der modern gestaltete Wartebereich samt Getränke- und Snackautomaten wird Platz für bis zu 60 Personen bieten. Die Verantwortlichen sind jedoch positiv gestimmt, dass es zukünftig nicht mehr zu all zu langen Wartezeiten kommen wird. Zum einen sollen „Abholangelegenheiten“ bereits an einem Service-Point abgewickelt werden, zum anderen soll ein Terminmanagement-System eingeführt werden. So können die Bürger bereits bequem von Zuhause online einen Termin vereinbaren.

Die Installation eines „Speed-Capture“-Terminals, an dem Bürger eigenständig ihre biometrischen Daten für Ausweise und Pässe erfassen können, soll ebenfalls für eine Zeitersparnis sorgen. Die neue, zentrale Anlaufstelle soll Bürgerservice aus einer Hand anbieten. „Künftig wird niemand mehr von Pontius zu Pilatus rennen müssen“, so Zielke. Auch der Datenschutz wird verstärkt, werden künftig schallisolierte Wände die Privatsphäre während des Kundengesprächs sicherstellen.

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