Leon: Ein "Kämpferherz" braucht Hilfe

Leon: Ein "Kämpferherz" braucht Hilfe

Der 10-Jährige Leon Lehmann leidet an der aplastischen Anämie. Selbst eine harmlose Erkältung kann tödlich sein. Um den schwierigen und herausfordernden Alltag etwas besser zu bewältigen bräuchte die Familie ein Auto, doch dafür fehlt das Geld

Wie stehen meine Chancen weiterzuleben? Diese Frage stellen sich Patienten wie Leon, die an einer aplastischen Anämie leiden. Sie ist eine seltene Krankheit des blutbildenden Systems, die durch eine Verminderung aller Blutzellen (Panzytopenie) und einen geringen Gehalt blutbildender Zellen im Knochenmark charakterisiert ist. Die Krankheit kann angeboren oder erworben sein.

Doch was so nüchtern klingt hat für die Patienten gravierende Auswirkungen auf die Gesundheit und das tägliche Leben. Leon aus Kempen ist eines von rund zwölf Kindern, die jährlich aufgrund dieser Krankheit behandelt werden.

Der 10-Jährige lässt sich die Schwere der Erkrankung oftmals nicht anmerken. Und das, obwohl sie im schlimmsten Fall tödlich enden kann und ihn täglich beschäftigt. Er macht sich Sorgen. "Leon ist ein Kämpfer. Aber natürlich macht auch er sich seine Gedanken. Einmal hat er zu mir gesagt 'ich will nicht sterben'. In so einem Moment ist es dann schwer stark zu bleiben", erklärt Sabrina Beckmann, die die Familie seit Jahren und Leon seit Geburt kennt.

Bei der aplastischen Anämie kommt es vermutlich durch eine Fehlfunktion des eigenen Abwehrsystems (Immunsystems) zu einem Angriff der körpereigenen Abwehrzellen auf die eigenen blutbildenden Stammzellen des Knochenmarks. In der Folge zeigt sich eine Verminderung und eine Fehlfunktion oder sogar ein komplettes Fehlen aller Blutzellen im Blut (Panzytopenie). Dadurch können schwerwiegende gesundheitliche Probleme entstehen.

Eine Knochenmarkspende würde helfen. Denn wer neue Stammzellen bekommen hat, etwa durch eine Knochenmarktransplantation, dessen Immunsystem startet neu. Der Körper muss erst wieder Abwehrkräfte bilden, fast wie nach der Geburt. Doch bis dahin bestimmen Behandlungen, Isolation und damit verbundene Einschränkungen das tägliche Leben von Leon, der bei seinem Vater in der Thomasstadt lebt, aber im Helios Klinikum in Krefeld behandelt wird.

"Alles muss steril sein, Körperkontakt wird vermieden. Beispielsweise dürfen keine offenen Lebensmittel rumstehen, die Wohnung muss täglich mit speziellem Putzmittel gereinigt werden", so die Freundin der Familie. Denn selbst eine für gesunde Menschen harmlose Erkältung könnte für Leon innerhalb weniger Tage tödlich enden.

Vom 23. Juli bis zum 18. Oktober war die Kinderonkologie sein "Zuhause", seither wird er zumindest wieder ambulant behandelt. "Mehrmals in der Woche braucht er Bluttransfusionen, in der Klinik wird er auch unterrichtet. Zur Schule kann er ja leider nicht gehen." Das bedeutet eine Vielzahl von Kilometern, die Vater und Sohn jede Woche zurücklegen müssen.

Und ausgerechnet jetzt ist das Auto kaputt. Das Geld für ein neues Auto oder die Reparatur fehlt. Kleine Ausflüge und Ablenkungen vom Klinikalltag sind so erst recht nicht möglich. "Die Situation ist im Moment sehr schwierig, auch aufgrund der Wohnsituation in einem Einzimmer-Apartment. Deswegen würden wir uns natürlich über jede Hilfe freuen. Wahrscheinlich würden schon ein paar tausend Euro für ein gebrauchtes Auto reichen", so Beckmann.

Aus diesem Grund wurde für Leon ein Spendenkonto angelegt. Selbst Kleinstbeträge wären eine große Hilfe für Vater und Sohn, die wir als ExtraTipp und StadtSpiegel auch zukünftig begleiten und unsere Leser über die Entwicklung informieren werden.

SPENDENKONTO

Leon Lehmann hat ein Sparbuch bei der Sparkasse Krefeld, welches als Spendenkonto verwendet wird. Die IBAN-Nummer lautet: DE21320500003102277823

Jede Spende, noch so klein, hilft!