Kurzgeschichten von Schülern für Patienten der Helios-Kinderklinik

Schüler schreiben für junge Patienten : Geschichten gegen Langeweile

Jugendliche der Marienschule schreiben Geschichten für Kinder, die im Helios-Klinikum behandelt werden.

„Für die Kinder sind längere Krankenhausaufenthalte langweilig“, weiß Prof. Dr. Tim Niehues, „sie wollen nur nach Hause.“ Deshalb begrüßt der Chefarzt des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin am Helios-Klinikum die pfiffige Aktion von 15 Schülerinnen der Marienschule.

Unter Anleitung der Kinderbuchautorin A.E. Eiserlo haben die Gymnasiastinnen spannende Kurzgeschichten geschrieben. Krankenpfleger Jan Poggemann hat die Storys mit anschaulichen Zeichnungen versehen. Das Klinikum gestaltete daraus ein Buch unter dem Titel „Die Welt im roten Ballon“.

Marienschullehrer Werner Lichtenberg überreichte jetzt zusammen mit den Schülerinnen die ersten 500 Exemplare an Prof. Niehues.„Ganz vielen Dank an Euch alle“, bedankte sich der Mediziner im Namen seiner kleinen Patienten. Zwar sorgt die Kinderklinik jetzt bereits für möglichst viel Abwechselung: eine Spielabteilung steht zur Verfügung und ein Clown kommt die Kids besuchen. „Aber so ein Buch mit Geschichten für Kinder hatten wir noch nie“, ist Prof. Niehues beeindruckt.

Das Besondere des Buches besteht ja darin, dass hier eine Altersgruppe schreibt, die Sprache und Lebensgefühl der jungen Patienten teilt, also authentisch wirkt.

Aber nicht nur die kleinen Patienten profitieren. Auch die Schüler sind im schriftlichen Ausdruck gewandter geworden.

Hintergrund der Aktion ist eine Kooperationsvereinbarung der Marienschule mit dem Helios-Klinikum seit 2010. Im Rahmen derer besucht schon mal ein Neurochirurg den Philosophieunterricht oder die Schüler nehmen am Helios-Gesundheitslauf teil.

Für das Buchprojekt haben die Verantwortlichen die Grefratherin A.E. Eiserlo engagiert, die schon viele Workshops mit Kindern und Jugendlichen geleitet hat. Sie vermittelt den Jugendlichen Kniffe, wie eine Geschichte spannend aufgebaut und sprachlich farbig erzählt wird. Ein Jahr lang traf sich die Gruppe regelmäßig.

„Die Geschichten gehen alle gut aus“, nennt Marina Dorsch, Helios-Sprecherin und Initiatorin des Projektes, die entscheidende Vorgabe. Schließlich sollen die kleinen Patienten bei aller Spannung mit positivem Gefühl die Lektüre beenden.

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