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Krefeld.: „Kunden sind froh, dass wir da sind“

Krefeld. : „Kunden sind froh, dass wir da sind“

Die Werbegemeinschaft Krefeld zog eine erste „Corona-Bilanz“ und blickt voller Zuversicht auf die zweite Jahreshälfte. Bis Ende 2020 sollen fünf verkaufsoffene Sonntag stattfinden.

„Der Lockdown war für uns alle prägend. Mit Sicherheit werden wir irgendwann einmal zu unseren Enkeln sagen: So war das 2020.“ Christoph Borgmann, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Krefeld, zog im Beisein zahlreicher Mitstreiter aus der Händlerschaft eine erste „Corona-Bilanz“. „Es war eine anstregende Zeit mit viel Arbeit und vielen Sorgen“, sagt er und ergänzt: „Wir Händler werden Umsatzeinbußen zwischen 20 und 50 Prozent haben.“ Dennoch sei zu keiner Zeit eine Totengräberstimmung entstanden. Im Gegenteil: Die Einzelhändler in Krefeld, so berichtet Borgmann, haben eine „Jetzt erst Recht-Mentalität entwickelt. Eben jene soll dazu genutzt werden, um in der zweiten Jahreshälfte Zuversicht zu verbreiten. Helfen sollen dabei unter anderem verkaufsoffene Sonntage. „Diese brauchen wir, um ein wenig aufzuholen, was uns weggebrochen ist. Jedes Prozentpünktchen, was dazukommt, kann helfen.“ Seitens der Verwaltung habe Borgmann bereits Grünes Licht für weitere Sonntagsöffnungen erhalten. Stutzig macht die Krefelder Händler jedoch ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, welches einer Klage der Gewerkschaft Verdi gegen einen verkaufsoffenen Sonntag in Mönchengladbach Recht gab. „Wir haben hier aber eigentlich nur positive Erfahrungen mit Verdi gemacht“, so der Vorsitzene der Werbegemeinschaft.

So denn alles klappt, werden die Geschäfte der Innenstadt am 6. September, 4. Oktober, 8. und 21. November sowie am 13. Dezember ihre Pforten für die Kunden öffnen. Im September soll zudem das „Krefelder Schaufenster Pur“ einen neuen Akzent setzen. Krefelder Künstler aller Metiers sind eingeladen sich an einem Wettbewerb zu beteiligen. Ihnen wird offiert, jeweils ein Schaufenster zum Thema „Postpandemische Reflexion“ frei gestalten zu dürfen. Ihre Konzeptidee können die Künstler per E-Mail an atelier@dachstation.de schicken. Eine fachkundige Jury wird eine Auswahl treffen und dann ein Geschäft zuweisen. Die „Krefelder Schaufenster“ sollen dann in der Zeit vom 5. bis 13. September zu bewundern sein.

Und wie ist die aktuelle Lage des Krefelder Einzelhandels? „Die Grundfrequenz ist etwas niedriger“, berichtet Christoph Borgmann. „Aber die Kunden sind froh, dass wir da sind. Und sie sind auch kauffreudig, wissen zudem genau, was sie wollen.“