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Krefeld.: Krefelds erste Polizeichefin

Krefeld. : Krefelds erste Polizeichefin

Die gebürtige Essenerin Christine Frücht ist die erste Frau an der Spitze der Krefelder Polizeibehörde. Die 52-Jährige Diplom-Ökonomin wird von NRW-Innenminister Herbert Reul als „fachlich kompetente und leidenschaftliche Teamplayerin“ vorgestellt. Wir sprachen mit der neuen Polizeipräsidentin, die am 1. September den Dienst antrat.

Zuhören, Menschen begegnen, die einzelnen Kommissariate abklappern und selbst einmal die Samstagabend-Spätschicht mitfahren - der Terminkalender von Christine Frücht ist gleich mit Dienstantritt rappelvoll. Doch die 52-jährige Essenerin freut sich auf alle diese Aufgaben. Denn: „Ich war überwältig, dass mir dieses Amt angetragen wurde“. Christine Frücht ist Krefelds erste Polizeipräsidentin. Seit dieser Woche ist sie die Chefin von 700 Mitarbeitern.

Zuletzt war sie Referentin in dem für Kindesmissbrauch zuständigen Referat im Innenministerium, davor arbeitete sie in der Stabsstelle „Revision der kriminalpolizeilichen Bearbeitung von sexuellem Missbrauch an Kindern und Kinderpornografie“ des Ministeriums. „Das Thema ist mir unglaublich wichtig“, sagte sie und betont zugleich, wie sehr ich das Wohlergehen der Beamten in diesem Bereich am Herzen liegt. Die Fürsorge für die Kollegen habe Priorität. Denn die schrecklichen Bilder verschwinden nicht aus den Köpfen.

Christine Frücht ist Diplom-Ökonomin und hat zunächst bei einer Bank gearbeitet, ehe sie 1997 Polizistin wurde. Ihre Arbeit bezeichnet sie als „Berufung“. Und sie durchlief schon einige Stationen: Unter anderem war sie Sachbearbeiterin für Wirtschaftskriminalität in Bochum, Leiterin der Führungsstelle der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz in Borken, Dezernatsleiterin im Landeskriminalamt NRW und Referentin im Innenministerium.

Auch wenn es für Christine Frücht nun zunächst einmal darum geht in Krefeld anzukommen, kündigt die passionierte Joggerin, die auch gerne klettert, voller Überzeugung an: „Als Polizeipräsidentin werde ich alles dafür tun, dass die Menschen in Krefeld nicht nur sicher sind, sondern sich auch sicher fühlen.“ Dies werden die Bürger sicher gerne hören.