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Maskenpflicht in Grundschulen gilt ab Montag / Stadt meldet zwei weitere Todesfälle: „Krefelder Weg“ von Bezirksregierung genehmigt

Maskenpflicht in Grundschulen gilt ab Montag / Stadt meldet zwei weitere Todesfälle : „Krefelder Weg“ von Bezirksregierung genehmigt

Der Krisenstab der Stadt Krefeld hat am Freitag die Entscheidung getroffen, dass ab Montag eine Maskenpflicht auch an den Grundschulen gilt. „Unter Berücksichtigung aller Abwägungen ist das verhältnismäßig, um den Unterricht in Präsenzform so lange wie möglich durchführen zu können“, sagt Stadtdirektor Markus Schön.

Die Bezirksregierung in Düsseldorf habe den „Krefelder Weg“ übrigens bereits genehmigt.

Es soll den Grundschülern aber auch die Möglichkeit gegeben werden, die Maske kurzzeitig abzusetzen. Beispielsweise für kurze Essenspausen von bis zu zehn Minuten. Ausgenommen davon sind allerdings die Primastufen der Förderschulen.

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„Das Thema wird auch innerhalb Krefelds kontrovers diskutiert. Aber es war ein Wunsch des Schulgipfels und ein Votum der Schulvertreter. Das ist ein starkes Argument.“

Der Kommunale Ordungsdienst der Stadt werde die EInhaltung der Maskenpflicht in den Grundschulen übrigens nicht kontrollieren, so Schön. Es sei jedoch möglich, dass bei einem Verstoß schulinterne Sanktionen drohen. „Das haben wir aber nicht von städtischer Seite zu entscheiden“, sagt der Stadtdirektor.

Im Zuge des Schulgipfels am Mittwoch wurden aber auch weitere Themen besprochen. In den Oberstufen der weiterführenden Schulen sollten flexible Unterrichtsformen möglich werden. Dieser Wunsch wurde auch einem Vertreter des Bezirksregierung mit auf den Weg nach Düsseldorf gegeben. Schön hofft, dass bis zur nächsten Sitzung des Schulgipfels am kommenden Mittwoch eine konstruktive Lösung herbeigeführt werden kann.

Außerdem sollen die Meldewege zwischen den Schulen und dem Gesundheitsamt optimiert werden. Die jeweiligen Coronabeauftragten der Schulen sollen feste Ansprechpartner zugewiesen bekommen.

Laut den der Stadtverwaltung vorliegenden Zahlen gibt es in den Kindertagesstätten an acht Krefelder Kitas insgesamt sechs Coronafälle bei Kindern, einen im Kollegium. Daraus resultieren bei den Kitas 263 Quarantänefälle bei Kindern und 56 bei Erzieherinnen. An elf Grundschulen gibt es aktuell Coronafälle, zehn in der Schülerschaft, fünf im Lehrerkollegium, zwei im Betreuungspersonal. Daraus resultieren 422 Quarantänen in der Schülerschaft und 23 im Lehrerkollegium. Bei den weiterführenden Schulen sind 22 Einrichtungen betroffen, insgesamt gibt es dort 91 Coronafälle in der Schülerschaft, einen im Lehrerkollegium und einen im Betreuungspersonal. Daraus resultieren 506 Quarantänen bei den Schülern und zwölf beim Lehrpersonal.

„Die Lage ist angespannt, aber wir haben sie im Griff“, sagt Krisenkoordinator David Nowak, der mitteilen musste, dass es zum Freitag zwei weitere Todesfälle in Zusammenhang mit Covid-19 gab „Das ist sehr bedrückend.“ Damit ist die Zahl seit Beginn der Pandemie auf 34 verstorbene Krefelder angestiegen.

Bei den beiden Verstorbenen handelt es sich um zwei Männer - einer um die 60 Jahre alt, der andere um die 80 Jahre alt - die in Krankenhäusern verstarben. Aktuell sind 935 Krefelder infiziert, 1740 gelten als wieder genesen. 26 Krefelder werden derzeit in Krankenhäusern behandelt, 15 davon intensivmedizinisch, elf müssen beatmet werden.

DIe Zahl der offenen Ergebnisse ist weiter steigend. In Krefeld fehlen noch die Resultate von 2627 Erstabstrichen. „Bundesweit sind die Kapazitäten der Labore erschöpft“, berichtet Markus Schön und ergänzt: „Wir hoffen sehr, dass wir bald von diesen hohen Zahlen runterkommen.“

Übrigens häuften sich die Meldungen, dass die Maskenpflicht auf den Spielplätzen im Stadtgebiet nicht eingehalten wird. Nun sollen dort erneut Hinweisschilder angebracht werden.