Teilstücke bald fertig: „Krefelder Promenade“ wird 2020 konkret

Teilstücke bald fertig : „Krefelder Promenade“ wird 2020 konkret

Die „Krefelder Promenade“ entsteht, zwei Teilstücke sind Ende 2020 fertig. Sie vernetzt die Stadt und die Region. Ein Radschnellweg von Krefeld über Willich bis nach Mönchengladbach ist noch Zukunftsmusik, könnte aber mit der Promenade verbunden werden

Als „Quantensprung für den Radverkehr“ hatte der ADFC seinerzeit das Projekt „Krefelder Promenade“ bezeichnet. Und die weitgehend autofreie Achse entlang der Bahngleise quer durch Krefeld, nimmt langsam Formen an. „Knapp 20 Jahre wurde darüber gesprochen, ich bin froh, dass wir angefangen haben. Denn Krefeld ist mit der Promenade ein ganzes Stück besser“, ist sich Oberbürgermeister Meyer sicher.

Die Krefelder Promenade verläuft, zum großen Teil in Hochlage auf ehemaligen Bahntrassen, vom Forstwald über Stadtmitte bis nach Hohenbudberg. Das Mammutprojekt besteht aus 16 Abschnitten. Zwei davon werden 2020 verbunden und fertiggestellt. „Es ist eine anspruchsvolle Aufgabe, schließlich arbeiten wir auf einem sehr begrenzten Raum und Altlasten müssen entsorgt werden“, erklärt Heino Thies vom Fachbereich Grünflächen, der das Projekt maßgeblich betreut. Doch ist er sichtlich stolz, dass bald endlich 4,1 Kilometer befahrbar sein werden. „Der erste Abschnitt verläuft von der Feuerwache bis Trift/Weiden und wird Ende Sommer 2020 fertig sein. Der zweite Abschnitt von der Gesamtschule Oppum bis zur Burg Linn folgt dann bis Ende nächsten Jahres.“ Die Kosten belaufen sich auf rund 3 Millionen Euro.

Die Krefelder Promenade wird kein klassischer Radschnellweg, sondern soll zum Verweilen einladen. Ein Fußweg verläuft auf großen Stücken parallel, Sitzgelegenheiten und Grünflächen sollen entstehen. Stück für Stück sollen die insgesamt 16 Teilabschnitte fertiggestellt werden.

„Das ist wie ein Schnupperkurs an der Zukunft Krefelds, denn die Promenade steht für Aufenthaltsqualität, Mobilität, eine innerstädtische Vernetzung und eine Verbindung mit der Region“, so Meyer. Letzteres geschieht mit Venlo, dem Ruhrgebiet und dem Niederrhein. Passend dazu wurde in dieser Woche bekannt, dass für einem möglichen Radschnellweg von Krefeld über Willich bis nach Mönchengladbach eine Machbarkeitsstudie angefertigt werden soll. Auf dieser Strecke ginge es eher um Alltags-/Pendelverkehr, da wichtige Gewerbegebiete mit insgesamt über 24.000 Beschäftigten und 1200 Betrieben an der Strecke liegen, die gerade im Berufsverkehr nur zeitaufwendig zu erreichen sind. In NRW sind insgesamt sieben Radschnellwege in Planung.

Oberbürgermeister Frank Meyer und Heino Thies vor den Plänen der bald fertig werdenden Teilstücke.