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Die Krefelder Polizeioberrätin Aylin Sözen wird ein Jahr im Ausland arbeiten: Krefelder Polizistin startet in ihre EU-Mission Kosovo

Die Krefelder Polizeioberrätin Aylin Sözen wird ein Jahr im Ausland arbeiten : Krefelder Polizistin startet in ihre EU-Mission Kosovo

Aylin Sözen, Polizeioberrätin aus Krefeld, wird für ein Jahr eine Mission der Europäischen Union im Kosovo unterstützen. Der Extra-Tipp sprach vor dem Abflug nach Priština mit der 37-Jährigen.

Hektische Betriebsamkeit herrschte in dieser Woche bei Aylin Sözen. Koffer packen war bei der 37-Jährigen angesagt. Und zwar für ein ganz Jahr. Die Polizeioberrätin, die in der Dienststelle am Nordwall zuletzt die Führungsstelle „Gefahrenabwehr und Einsatz“ leitete, wird in den kommenden zwölf Monaten im Auftrag der Europäischen Union arbeiten. Am Dienstagabend flog die Krefelderin in den Kosovo, wo sie fortan in der Hauptstadt Pristina  im Einsatz sein wird.  Zwei Jahre lang hat sich Aylin Sözen darauf vorbereitet. „Was mich vor Ort erwarten wird, weiß ich ehrlich gesagt noch überhaupt nicht. Aber ich bin sehr gespannt und voller Vorfreude.“

Fest steht: Die Polizeioberrätin wird in Pristina bei einer Mission der Europäischen Union mitarbeiten und die lokale Polizei bei der Bekämpfung genderbasierter Straftaten beraten. Es geht um die Gleichstellung der Geschlechter. Die Mission namens „Eulex“ setzt sich voll und ganz für die Einbeziehung einer Geschlechterperspektive in alle seine Aktivitäten ein, sowohl innerhalb der Mission als auch in seiner Arbeit mit kosovarischen Institutionen und der Gesellschaft. „Eulex“ stellt außerdem sicher, dass seine Vorschriften und Aktivitäten den international anerkannten Gleichstellungsstandards entsprechen. „Ich habe mir diese Mission gezielt ausgesucht“, erläutert die Krefelder Polizistin und ergänzt: „Was hierzulande weitgehend selbstverständlich ist, sieht im Kosovo eben noch anders aus.“

2002 startete Aylin Sözen ihre polizeiliche Laufbahn. Nach der Ausbildung war das Duisburger Polizeipräsidium bis 2014 ihre berufliche Heimat. Dort arbeitete sie im Wach- und Wechseldienst sowie bei der Einsatzhundertschaft/Bereitschaftspolizei, ehe sie eine Karriere im höheren Dienst anstrebte. Seit Oktober 2020 war die Krefelderin Leiterin der Führungsstelle in ihrer Heimatstadt. Der Wunsch, einmal im Ausland zu arbeiten, keimte jedoch schon länger. „Das erste Mal habe ich mir vor circa einem Jahr beworben“, erinnert sie sich. „Es gibt unzählige Länder, in denen deutsche Polizisten eingesetzt werden. Aber diese Mission hat mich besonders interessiert.“ Die Polizeioberrätin musste sich einem Auswahlverfahren stellen. Dann kam dann auch schon die Zusage. Und in dieser Woche nun ging es los.

Sicher ist, dass sich Aylin Sözen nach der Ankunft in der 145 000 Einwohner-Metropole zunächst einmal für sieben Tage in häuslicher Quarantäne begeben muss. Für die Anfangszeit wird ihr eine Wohnung der EU zugeteilt. „Aber dann werde ich mich selbst nach einem schönen Domizil umsehen“, sagt sie.

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Auch wenn sie ihre Uniform eingepackt hat, so wird sie wohl vor Ort in zivil unterwegs sein. „Das wird eine spannende Zeit“, sagt sie im Gespräch mit dem Extra-Tipp, ehe es dann Richtung Flughafen ging. Übrigens: Aylin Sözen hat uns versprochen, nach einer ersten Eingewöhnungszeit von ihren Erlebnissen in Pristina zu berichten.