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Krefelder Polizei gelingt Schlag gegen Rauschgiftring

Polizei enttarnt Händlerring : Der Rauschgift-Kiosk

Der Krefelder Polizei ist ein Schlag gegen einen Rauschgiftring gelungen. Umschlagplatz war ein harmlos erscheinender Kiosk.

Wochenlang lag die Polizei an der Hubertusstraße auf der Lauer. Beobachtete genau, wer den Kiosk besuchte. „Manchmal fuhren Leute in teuren Autos vor“, erinnert sich Einsatzleiter Jochen Fier, „der Verkäufer lief dann aus dem Kiosk und Geld wurde aus dem Fenster gereicht.“ Offenbar wurden da keine Zeitungen verkauft.

Nach und nach identifizierte die Polizei verdächtige Personen, die den Kiosk mit Nachschub „versorgten“. Die Kripobeamten hörten Telefongespräche ab und sammelten immer weitere Informationen über das Umfeld.

Schließlich schlugen sie zu: Auf einen Schlag wurden 15 Wohnungen in Krefeld durchsucht. Ergebnis: Beutelweise konnten sie Cannabis-Produkte sicherstellen. Straßenverkaufswert: rund 80.000 Euro. Überdies fand die Polizei Waffen.

„Fünf Beschuldigte befinden sich in Untersuchungshaft“, teilt Staatsanwalt Lucas Kapica mit. Vier Männer und eine Frau im Alter von 22 - 28 Jahre.

Sie sind der Polizei keine Unbekannten. Eine haben bereits Gefängniserfahrung. Eine der beschuldigten befindet sich noch auf Bewährung.

Die Mindeststrafe für den gewerbsmäßigen Handel mit Rauschgift beträgt fünf Jahre. Der Besitz von Waffen trägt zur Strafverschärfung bei.