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Krefelder Impfbus ist heute gestartet

„Wir kommen zu den Menschen“ : Impfbus ist gestartet

Das Impfmobil fuhr heute zum ersten Mal die Schulen ab. Neun Schulen hatten am heutigen Dienstag den Bus angefordert. Rund 80 Lehrer ließen sich impfen, meist war es die Booster-Impfung.

Der Impfbus ist am heutigen Dienstag gestartet. An Bord sind Professor Dr. Tobias Zekorn und die medizinische Fachangestellte Janine Kost. Professor Zekorn, langjähriger Chefarzt in Krefeld, ist eigentich kürzlich in Pension gegangen. „Aber für das Impfen komme ich gern“, betont der Mediziner. Es komme jetzt darauf an, die Booster-Impfungen schnell voranzutreiben, bevor die gefürchtete Omikron-Variante sich ausbreiten könne. „Wir wissen von dieser Variante noch wenig“, erklärt Prof. Zekorn seine Sorge, „aber es kann sich rasend schnell ausbreiten.“ Und erste Fälle hat es in Krefeld schon gegeben.

Das Impfen im Bus geht ziemlich schnell. Erst hielt der Impfbus, der von seiner Ausstattung her ein ganz normaler Linienbus ist, an der Buchenschule. Dort waren die Lehrer und Mitarbeiter so fix durchgeimpft, dass der Bus noch vor der verabredeten Zeit an der Geschwister-Scholl-Schule in Bockum einfuhr. Auch hier zeigten die Erwachsenen großes Interesse an einer Impfung. „Die Kollegen waren richtig happy, dass der Bus zu ihnen kam“, unterstreicht Krefelds Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen, die sich vor Ort über den Start des Impfbusses informierte. 

Lauxen macht beim Impfen in Krefeld mächtig Dampf. Sie hat die stationären Impfstellen eingerichtet, ein eigenes Adventsimpfen organisiert und jetzt auch das mobile Angebot. „Damit sind wir gut aufgestellt“, freut sie sich über steigende Resonanz bei den Menschen. So hätten schon viele Sportvereine den Impfbus angefordert. „Das läuft richtig gut“. Nun sollten sich auch Kitas und weitere Schulen sowie größere Gruppen melden. Der Impfbus ist bis 23. Dezember gemietet.

Und auch in der Station am Seidenweberhaus ist orgentlich Zuspruch zu verzeichenen. „Wir haben dort ein Viertel Erstimpfungen“, erklärt Lauxen. Das zeige, dass nun auch viele Menschen sich impfen ließen, die dies bisher verabsäumt haben. 

Die Stadt hält sich an die Empfehlung der Ständigen Impfkommission, sechs Monate zwischen Zweit- und Boosterimpfung vergehen zu lassen. Denn erst müssten die älteren Bürger geimpft werden, bevor die Unter-50-Jährigen mit Boostern drankommen. Sonst sei nicht genügend Impfstoff vorhanden. 

Auch Prof. Zekorn weist darauf hin, dass Impfdurchbrüche bei Unter-50-Jährigen meist glimpflicher verliefen als bei den betagten Bürgern. Mittlerweile haben 76 Prozent der Krefelder eine Erstimpfung erhalten, 75 Prozent zusätzlich die Zweitimpfung.

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„Ich gehe davon aus, dass auch eine vierte Impfung nötig sein wird“, schätzt Prof. Zekorn für die nahe Zukunft. Auf jeden Fall sei die Impfung der beste Schutz vor Corona. Neulich sei er in einer anderen Stadt in eine Demo von Impfgegnern geraten. „Da musste ich mich sehr beherrschen“, schüttelt der Mediziner den Kopf. 

Nun sind alle Erwachsenen an der Geschwister-Scholl-Schule durchgeimpft und der Bus fährt weiter. Die nächste Schule wartet.