1. Die Stadt

Krefelder Eishallen und Hülser Naturfreibad

Aktuelle Baustellen : Sportstadt mit Fragezeichen

Der Sportausschuss des Krefelder Stadtrates befasst sich mit den Themen Eishallen und Hülser Freibad.

Der Sportausschuss befasste sich mit gleich mehreren Themen, die für die Zukunft der Sport- und Freizeitstadt Krefeld von Bedeutung sind.

Da ist zunächst einmal die Frage nach den Trainingsmöglichkeiten der Eissportvereine im Sommer.

Die Krefelder SPD hatte beklagt, dass in den kommenden Sommermonaten keine Eisflächen in den städtischen Eishallen für ihren Trainingsbetrieb zur Verfügung stehen.

Die Vereine sähen sich daher gezwungen, Alternativen zu suchen. Gerade im Nachwuchsbereich führe dies zu erheblichen Belastungen.

So würden die Jugendteams des KEV 81 e.V. in diesem Sommer voraussichtlich zweimal wöchentlich Eiszeiten in der rund 50 Kilometer entfernten Eishalle in Wesel in Anspruch nehmen müssen. „Der hieraus resultierende logistische Aufwand, vor allem für berufstätige Eltern, ist nachvollziehbar enorm“, klagt die SPD-Fraktion schriftlich.

Zudem könne im Leistungsbereich nicht auf ein regelmäßiges Eistraining in den Sommermonaten verzichtet werden. Des Weiteren ergäben sich auch für den Breitensport größere Bedarfe an Trainingszeiten, u.a. für die zahlreichen Krefelder Hobby-Mannschaften.

Die SPD beantragte deshalb, die Stadtverwaltung solle den Weiterbetrieb der Eishallen prüfen und das Ergebnis zeitnah vorlegen.

Diesem Antrag stimmten auch die anderen Parteien im Sportausschuss zu, sodass die Verwaltung mit der Prüfung jetzt ans Werk gehen kann.

Ein weiteres „heißes“ Thema war die Ankündigung der Stadtverwaltung, aus Sicherheitsgründen das Hülser „Naturfreibad“ schließen zu müssen.

Diesen Schritt hatte das Gutachten eines Architektenbüros nahe gelegt, das das Hülser Bad nicht als Natur-, sondern als Schwimmbad klassifiziert. Dadurch herrschen strengere gesetzliche Anforderungen an die Sicherheit, die das Hülser Bad aber nicht erfüllt.

Die Politiker im Sportausschuss stellten sich hinter den Antrag der CDU, dass die Stadtverwaltung alle Maßnahmen ergreifen soll, die zu einer baldmöglichen Wiedereröffnung des Hülser Freibades führen.

Der Hülser Bezirksvorsteher Hans Butzen fordert überdies von der Verwaltung, unverzüglich mit den Planungen für ein Hülser Schwimmbad oder den Neubau eines Freibades zu beginnen. Der Stadtrat solle dafür die finanziellen Mittel bereit stellen.

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Zudem schlägt Butzen vor, Gespräche mit dem Kommunalen Schadensausgleich westdeutscher Städte (KSA) aufzunehmen. Dadurch können wie schon in den Vorjahren ein Haftpflichtdeckungsschutz erwirkt werden. Folge: das Naturfreibad könne weiterhin geöffnet bleiben.

Der Sprecher der Hülser Grünen, Günter Föller, gibt sich hinsichtlich eines Zeitrahmens skeptisch: „Die beschränkten personellen Ressourcen im Sport- und Planungsbereich und nicht zuletzt das Fehlen der notwendigen Haushaltsmittel lassen eine baldige Lösung zumindest in die Ferne rücken.“

Das Hülser Bad sei mit Blick auf Eishallen, Bezirkssportanlagen und den übrigen Schwimmbädern in Uerdingen, Bockum und Fischeln beileibe nicht die einzige Baustelle bei den Sportstätten.

Der stellvertretende Vorsitzende der Grünen-Fraktion im Stadtrat (und Hülser) Thorsten Hansen schlägt deshalb vor: „Eine von den Stadtwerken betriebene Bädergesellschaft, wie es erfolgreich in Nachbarstädten gehandhabt wird, wäre nicht nur wegen des beträchtlichen Sanierungsstaus sinnvoll.“