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Traum geplatzt: Krefeld verliert Rennen um Tour-Etappe

Traum geplatzt : Krefeld verliert Rennen um Tour-Etappe

Nun haben es die Verantwortlichen der Interessengemeinschaft "IG TdF KR 17" offiziell: Die Tour de France wird im kommenden Jahr nicht durch Krefeld führen. Das wurde eben in Paris bekanntgegeben.

Statt das größte Radrennen der Welt von Düsseldorf (Start der Frankreich-Rundfahrt am 1. Juli 2017) über Krefeld und den Kreis Viersen Richtung holländische Grenze zu leiten, haben sich die Tour-Verantwortlichen für eine südliche Route entschieden. Sie wird das Fahrerfeld am zweiten Tag von der Landeshauptstadt über Meerbusch, Neuss, Kaarst nach Mönchengladbach und von dort aus weiter Richtung Belgien (Lüttich) führen.

Bei der offiziellen Vorstellung der einzelnen Etappen, die eben in Paris stattfand, ist der Traum für die "Interessengemeinschaft Tour de France Krefeld 2017" um Christian A. Kölker und Tobias Stümges somit geplatzt. "Das ist für unsere Stadt und alle sportbegeisterten Krefelder natürlich zunächst mal eine Enttäuschung", kommentiert Uli Cloos, Leiter des Fachbereichs Marketing und Stadtentwicklung, diese Entscheidung. Viele Krefelderinnen und Krefelder hätten gemeinsam mit den Aktiven aus dem Radsport auf das "Erlebnis Tour de France" in Krefeld gehofft.

Schon im April standen die Zeichen für die Krefelder Bewerbung schlecht, als Tour-Direktor Christian Prudhomme bekanntgab, dass Mönchengladbach den Zuschlag für die erste Sprintwertung der 104. Frankreich-Rundfahrt erhielt.

Möglicherweise können die Krefelder aber dennoch Radprofis hautnah erleben: In der Woche nach der Tour de France wollen Christian A. Kölker und Tobias Stümges jetzt ein "Nachtour-Kriterium" durch die Krefelder Innenstadt organisieren. Ähnlich wie bei den früheren Radrennen "Rund um die Sparkasse" und "Rund um den Westwall" vergangener Jahre soll damit für Tour-Feeling in Krefeld gesorgt werden.