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Verschärfte Maskenpflicht wird kommen: Krefeld reißt kritischen 35er-Wert

Verschärfte Maskenpflicht wird kommen : Krefeld reißt kritischen 35er-Wert

Was am Mittwoch seitens der Stadtspitze vorhergesagt wurde, ist seit Donnerstag Realität. Auch in Krefeld ist der Inzidenzwert, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, drastisch angestiegen.

Lag er Montag noch bei 20, meldete das Robert Koch-Institut am Donnerstag den Wert von 38,3 (Vortag 32). Insgesamt sind seit Ausbruch der Pandemie 1154 Krefelder positiv auf das Virus getestet worden (Vortag 1133). Die Stadt Krefeld reagierte auf die steigenden Corona-Fallzahlen der vergangenen Tage. „Wir werden die 35 in den nächsten Tagen erreichen“, war sich Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen am Mittwoch sicher und ergänzte: „Wir haben keinen Hotspot, es verteilt sich über die ganze Stadt.“

Bereits vor dem Ende des Bund-Länder-Gipfels im Kanzleramt, wo beschlossen wurde, dass ab einem Inzidenzwert von 35 eine „veschräfte Maskenpflicht“ anzuwenden sei, entschied der Krefelder Krisenstab, dass im gesamten Stadtgebiet eine Maskenpflicht in gekennzeichneten Fußgängerzonen gelten soll. Auch beim Betreten eines Wochenmarkts sowie bei Theateraufführungen muss ab dem Betreten dauerhaft ein Mund-Nasenschutz getragen werden. Spätestens Anfang der neuen Woche, so hieß es am Mittwoch, sollen die Verschärfungen greifen. „Wir wollen der Lage nicht hinterher rennen“, begründete Oberbürgermeister Meyer. Gesundheitsdezernentin Lauxen ergänzte: „Das A und O ist, dass wir nicht die 50er-Grenze reißen.“

Diese Marke schien für Krefeld am Montag noch in weiter Ferne. Nun aber stieg der Inzidenzwert binnen weniger Tage von 20 auf 38,3.

Frank Meyer appellierte einmal mehr an die Bürger auch weiterhin die allgemein gültigen Hygienregeln einzuhalten und „solidarisch aufeinander zu achten“. „Wir wissen ja, was sonst passiert.“