1. Die Stadt

Stadtverwaltung erwartet Impfstoff am 27. Dezember / Krankenhäuser melden „Warnstufe Gelb“: Krefeld rechnet mit 300 bis 350 Impfdosen pro Tag

Stadtverwaltung erwartet Impfstoff am 27. Dezember / Krankenhäuser melden „Warnstufe Gelb“ : Krefeld rechnet mit 300 bis 350 Impfdosen pro Tag

Auch der Krefelder Krisenstab blickt gebannt darauf, wann in Deutschland mit dem Impfen begonnen werden kann. „Natürlich warten alle auf die Antwort der Frage, wann der erste Krefelder geimpft werden kann“, sagt Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen, die den zeitlichen Ablaufplan für die kommenden Tage und Wochen darstellt.

Am 21. Dezember will die EMA über eine mögliche Zulassung entscheiden. Diese wird erwartet. Dann kann am 23. Dezember die Zulassung des Impfstoffs in der EU erfolgen. Am zweiten Weihnachtstag soll dieser schließlich an die Bundesländer ausgeliefert werden. Am Sonntag, 27. Dezember, soll das Medikament in den Kommunen ankommen. Dann sollen auch direkt die mobilen Teams in den Pflegeheimen mit den Impfungen beginnen können. Die Stadt Krefeld rechnet übrigens mit „300 bis 350 Impfdosen pro Tag“. „Das ist schon ein limitierender Faktor“, sagt Lauxen.

Stadtdirektor Markus Schön hofft, dass es eine breite Akzeptanz für das Impfen geben wird. „Wenn wir etwas ändern wollen, eine Rückkehr zur Normalität ermöglichen wollen, dann müssen sich möglichst viele Menschen impfen lassen. Jeder Einzelne muss für sich entscheiden, was er tun kann, damit sich diese Lage ändert.“

Übrigens: Krefelderinnen und Krefelder, die 80 Jahre und älter sind, werden einen Info-Brief von Oberbürgermeister Frank Meyer erhalten, in dem darauf hingewiesen wird, dass sie geimpft werden können.

Zu den aktuellen Zahlen: 35 898 Erstabstriche wurden bislang im Krefelder Diagnosezentrum genommen. 3303 Ergebnisse sind seitens der Labore noch offen. Die Zahl der positiv getesteten Krefelder liegt bei 4587. Aktuell sind 725 Personen infiziert. In den Krankenhäusern werden aktuell 52 Krefelder behandelt. 17 davon müssen intensivmedizinisch behandelt werden, elf werden beatmet. Die Stadt und die Krankehäusern haben sich seit langer Zeit auf ein Ampel-Warn-System geeinigt. „Wir waren lange grün, sind jetzt seit Donnerstag auf gelb“, berichtet Gesundheitsdezernentin Sabine Lauxen. Noch sei die Lage aber händelbar.

Die Allgemeinverfügung der Krefelder Stadtverwaltung bezüglich der Maskenpflicht in Grundschulen, innerhalb der vier Wälle und in den Einkaufszonen wird bis zum 10. Januar verlängert. „Es gibt auch keinerlei Anlass dazu, etwas zu lockern“, stellte Stadtdirektor Schön klar und ergänzte: „In den Schulen war es deutlich ruhiger als in den Kitas.“ Die Verwaltung plant übrigens nicht, die Kostenanteile der Eltern zu erstatten.

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Der Kommunale Ordungsdienst spürt die Auswirkungen des Lockdowns. Am Donnerstag mussten die Mitarbeiter nur noch acht Bußgelder wegen Verstoßes gegen die Maskenpflicht aussprechen.