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Stadt veröffentlicht Corona-Überblick: Krefeld blickt auf traurige Woche

Stadt veröffentlicht Corona-Überblick : Krefeld blickt auf traurige Woche

Krefeld blickt in der Pandemie auf eine traurige Woche zurück: Erneut muss der städtische Fachbereich Gesundheit am Freitag vier Todesfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie melden. Eine Person mit Mitte 60 verstarb im Krankenhaus.

Sie hatte schwere Vorerkrankungen und lebte zuvor in einem Pflegeheim. Zwei weitere Personen im Alter von Anfang 70 und Mitte 80 verstarben ebenfalls im Krankenhaus. Bei beiden sind keine Vorerkrankungen bekannt, beide lebten zuvor nicht in einem Heim. Die jüngste Person wurde rund 60 Jahre alt und ist mit Vorerkrankungen in einem Krankenhaus außerhalb von Krefeld gestorben. Die Todesmeldung von Mitte Dezember erreichte die Stadt Krefeld erst jetzt. Somit verzeichnet der städtische Fachbereich Gesundheit in dieser Woche seit Montag 13 Todesfälle im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, 67 Verstorbene sind es in Krefeld seit Ausbruch der Pandemie insgesamt.

Nach dem Jahreswechsel steigen jetzt auch in Krefeld die Corona-Fallzahlen wieder deutlich: Der städtische Fachbereich Gesundheit meldet am Freitag (Stand: 0 Uhr) insgesamt 92 neue Corona-Infektionen. Die Gesamtzahl bestätigter Fälle liegt somit für Krefeld aktuell bei 5.731. Genesen sind inzwischen 4.849 Personen nach einer Corona-Infektion, davon 89 neu seit dem Vortag. Als aktuell infiziert gelten 815 Personen, eine weniger als am Donnerstag gemeldet. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) für Krefeld errechnete Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, steigt mit der neuen Entwicklung wieder deutlich, von 135 am Donnerstag auf 159 am Freitag.

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46 Personen liegen nach einer Corona-Infektion im Krankenhaus. Elf dieser Patienten liegen aktuell auf der Intensivstation, acht von ihnen werden beatmet. Insgesamt 17.153 Krefelder haben sich bisher in eine freiwillige oder behördlich angeordnete Quarantäne begeben. Bisher wurden 39.670 Erstabstriche durchgeführt, 939 davon sind offen.

Der Kommunale Ordnungsdienst (KOD) hat in Krefeld am Donnerstag insgesamt neun Bußgeldverfahren wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung eingeleitet. Aus Kontrollen in der Gastronomie und Gewerbebetrieben resultierten dabei gleich mehrere Verfahren. In einer Pizzeria in der nördlichen Innenstadt wurden eine Kundin und zwei Mitarbeiter ohne Mund-Nase-Bedeckung angetroffen. Sie erwartet nun jeweils ein Bußgeld in Höhe von 50 Euro. In einem Kiosk ebenfalls in der nördlichen Innenstadt traf das KOD-Team auf einen Mann, der Bier konsumierte. Der öffentliche Alkoholkonsum hat für diese Person ein Bußgeld von 100 Euro zur Folge. Gegen 22 Uhr entdeckte das KOD-Team dann in einem Kiosk mit Café in der Innenstadt einen Kunden an einem Geldspielautomaten. Drei weitere Geldspielautomaten waren dort in Betrieb. Da der Betrieb von Spielgeräten aktuell untersagt ist, erwartet den Betreiber ein Bußgeld in Höhe von 5.000 Euro.

Auf dem Theaterplatz wiederum wurden durch den KOD gegen vier Personen Bußgelder verhängt, da diese sich nicht an die aktuell gültigen Kontaktbeschränkungen hielten. Zusätzlich wurden gegen diese Personen Platzverweise ausgesprochen. Die aktuellen Kontaktbeschränkungen schreiben vor, dass maximal zwei Haushalte sich gemeinsam treffen dürfen. In der kommenden Woche werden die Kontaktbeschränkungen mit der neuen Coronaschutzverordnung noch einmal verschärft. Treffen mit einem Mindestabstand von unter 1,5 Metern sind dann noch möglich von Personen eines Hausstandes mit höchstens einer Person aus einem anderen Hausstand, die von zu betreuenden Kindern aus ihrem Hausstand begleitet werden kann.