Mies-Award erstmalig in Mies-Gebäude: Krefeld bietet Europa eine Premiere

Mies-Award erstmalig in Mies-Gebäude : Krefeld bietet Europa eine Premiere

Erstmals wird der europäische "Mies-Award" für Architektur in einem original Mies-Gebäude ausgestellt: bei uns in Krefeld!

"Seit Jahren träumen wir davon, einmal mit einer Ausstellung nach Krefeld zu kommen", bekennt Dr. Ursula Kleefisch-Jobst, geschäftsführende Kuratorin des Museums für Architektur und Ingenieurkunst NRW.


Denn hier in Krefeld stehen weltweit einmalige Bauten vom Namensgeber des großen Preises der Europäischen Union für zeitgenössische Architektur: Mies van der Rohe.
Der Preis "Mies van der Rohe Award" wird seit 1987 alle zwei Jahre vergeben. Damit zeichnet eine Fachjury der Europäischen Union die herausragendsten Architekturen Europas aus.


Seit 2015 tourt nun die aktuelle Ausstellung mit den Arbeiten der 40 Nominierten und des bereits ermittelten Siegers durch ganz Europa. Barcelona, Paris und Wien waren bisherige Stationen.


Jetzt macht die Wanderausstellung in Krefeld Halt. Einmalig dabei: "Wir gastieren in einem Gebäude, das Mies van der Rohe erbaut hat," hebt Dr. Kleefisch-Jobst hervor.
Gemeint ist der "Mies van der Rohe Business-Park" an Girmesgath 5, dem ehemaligen Gebäudekomplex der legendären Verseidag. Hier im Erdgeschoss des Hauptgebäudes sind die 40 Architekturmodelle vom 19. Januar bis zum 12. Februar ausgestellt. Die offizielle Eröffnung unter Anwesenheit von Oberbürgermeister Frank Meyer findet am heutigen Mittwoch, 18. Januar, um 19 Uhr statt.


Was die Ausstellung so interessant macht:
Sie bietet einen Querschnitt durch die anspruchsvollsten Architekturentwürfe ganz Europas. Der Besucher erfährt, welche Themen die Architekten bewegt und welche Formen sie bevorzugen.


Dabei zeichnen sich Schwerpunkte ab: Bei der Preisvergabe 2015 erreichten drei Kulturbauten das Finale. Sieger wurde die neue Philharmonie von Stettin. Dr. Kleefisch-Jobst: "Ich vermute, dass beim Preis 2017 Wohnungsbauten im Vordergrund stehen werden."


Nicht nur für die Krefelder ist aber auch der Ort der Ausstellung von großer Bedeutung: "Die Ausstellung lenkt die Aufmerksamkeit auf ein eher verborgenes Juwel der Mies-Architektur", würdigt Krefelds Planungsdezernent Martin Linne den Business-Park. In der Wahrnehmung steht der Komplex ein wenig hinter den Mies-Bauten Haus Esters und Haus Lange an der Wilhelmshofallee zurück.


Das könnte sich jetzt ändern. Denn auch die Wissenschaft zeigt Interesse. Dr. Daniel Lohmann von der Technischen Hochschule Aachen: "Dies ist eines der Mies-Gebäude, die noch großes Potenzial bieten, weil sie wissenschaftlich bisher stiefmütterlich behandelt wurden".

Die Ausstellung ist geöffnet:
dienstags bis sonntags 11-18 Uhr.
Eintritt frei.

Führungen:
Die Kunstmuseen Krefeld führen
am 28. und 29. Januar um 15 Uhr.
(Anmeldung unter
www.kunstmuseenkrefeld.de).
Der städtische Fachbereich Mar
keting führt am 4. und 11.
Februar um 15 Uhr
(Anmeldung beim Marketing,
Tel.: 36 60 10 91).

Weitere Informationen:
www.mai.nrw.de
www.kunstmuseenkrefeld.de

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