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KFC in Kaiserslautern: Krämer freut sich, wenn "es laut ist und kracht"

KFC in Kaiserslautern : Krämer freut sich, wenn "es laut ist und kracht"

Nicht nur vom Namen her, auch aus sportlicher Sicht hat das Team des KFC Uerdingen am kommenden Samstag einen richtigen Brocken vor sich. Die Krämer-Elf reist zum 1. FC Kaiserslautern auf den berühmt-berüchtigten Betzenberg (Anpfiff im Fritz-Walter-Stadion ist am Samstag um 14 Uhr).

"Den Namen des Klubs kann man nicht mit der sportlichen Qualität der Mannschaft gleichsetzen", ist so ein Credo von Uerdingens Trainer Stefan Krämer, wenn er die wohl stärkste Liga aller Zeiten einschätzt. Doch für die Partie am kommenden Samstag widerspricht er sich ausnahmsweise einmal selbst.

"Der 1. FCK ist ein Team, das richtig viel Potenzial mitbringt, dass sie bisher einfach noch nicht ausgeschöpft haben", ist sich Krämer sicher. Der Tabellenzehnte aus der Pfalz hinkt seinen Ansprüchen noch hinterher, doch das könnte sich bald ändern. Ist man doch gewillt den Gästen vom Niederrhein vor einer bundesligareifen Kulisse ein Bein zu stellen, um vorne ranzukommen.

25000-30000 Zuschauer werden erwartet. "Der FCK ist in der Pfalz so etwas wie eine Religion. Aber es ist doch super, wenn so viele Fans da sind. Ich mag es wenn es laut ist und kracht. Da müssen wir sicher auch ein Stück weit gegen die Kulisse anspielen", sagt Krämer, der aber um die Unterstützung der eigenen Anhänger weiß.

"Man munkelt, dass es sogar bis zu 2000 werden könnten. Das ist schon beeindruckend, wie wir unterstützt werden, Lautern ist ja nicht gerade um die Ecke. Das ist definitiv auch ein Thema in der Kabine und kommt bei den Jungs natürlich extrem gut an", gibt der Coach preis.

Ob er im Hexenkessel "Betzenberg" wieder auf die Erfahrung von Stammtorhüter René Vollath zurückgreifen kann, zeigt sich aber erst morgen. "Die Chancen stehen 50:50. Morgen wird er einem Härtetest unterzogen, danach entscheiden wir, ob er spielen kann", so Uerdingens Trainer, der sein Team morgen noch einmal um 12 Uhr trainieren lässt, ehe sich der KFC-Tross gegen 14 Uhr Richtung Kaiserslautern aufmacht.

Definitiv nicht dabei sein wird Maurice Litka, der sich im Training einen Kapselriss im Sprunggelenk zugezogen hat. "Das ist schade, weil er auf dem Weg zu einer sehr guten Form war. Aber gegen Lotte wird er wahrscheinlich schon wieder dabei sein können."

Alle anderen haben ziemlich harte und intensive Trainingseinheiten hinter sich. "Da wir kein Testspiel bestreiten konnten, war das auch nötig. Aber nun sind alle wieder gesund und auch fit für die schweren Aufgaben, die da noch kommen", erklärt Krämer.

"Bis Weihnachten stehen noch neun Spiele an, davon sechs auswärts. Da müssen wir uns eine gute Ausgangsposition schaffen. Mit unserer Punkteausbeute bin ich bisher sehr zufrieden, bei den Leistungen ist noch Luft nach oben. Diese Kombination stimmt mich aber auch sehr zuversichtlich", blickt Krämer positiv in die Zukunft.

Ganz nebenbei:

Stürmer Marcel Reichwein hält sich immer noch an der Grotenburg fit, trainierte heute beispielsweise mit Athletik-Coach Fabian Illner. Der 32-Jährige darf sich aber keine Chancen ausrechen, für den KFC aufzulaufen. "Das Training mit einem Fußballlehrer steht im zu, das übernehme ich auch ab und an selbst. Aber in unseren Planungen spielt Marcel keine Rolle mehr", stellt Krämer fest.

Die Partie wird übrigens nicht nur bei Telekom Sport, sondern auch auf dem SWR und WDR live im Fernsehen übertragen.