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Corona in Krefeld: Kommunalbetrieb versichert: „Kritische Infrastruktur ist sicher“

Corona in Krefeld : Kommunalbetrieb versichert: „Kritische Infrastruktur ist sicher“

Andreas Horster, Vorstand des Kommunalbetriebs Krefeld, sieht die „kritische Infrastruktur“ in Krefeld nicht gefährdet. Die Arbeit laufe weitgehend normal weiter.

In Zeiten, in denen das gesellschaftliche Leben in vielen Bereichen außergewöhnlich verläuft, ist es doch ein Stück weit beruhigend zu hören, wenn jemand von einer Art Normalzustand berichtet. „Alle Bereiche der kritischen Infrastruktur in Krefeld sind sichergestellt“, sagte Andreas Horster, Vorstand des Kommunalbetriebs Krefeld, am Mittwochmittag im Zuge der täglichen Pressekonferenz im Rathaus. Der Abfall werden ganz regulär bei den Bürgern abgeholt, Sperrmüllabholung ist auch weiterhin möglich. Selbst der Wertstoffhof hat geöffnet. „Ob man dort jedoch ausgerechnet in diesen Tagen seinen Hausrat entsorgen muss, sollte jeder für sich selbst entscheiden“, so Horster.

Auch Straßenbaumaßnahmen (wie etwa die Beseitigung von Schlaglöchern) sowie die Unterhaltung der Grünflächen ( „Baumpflanzungen werden in den kommenden Tagen durchgeführt.“) laufen weiter. Angesichts der derzeit vorherrschenden Knappheit an WC-Papier, weist Horster augenzwinkernd darauf hin, dass „Feuchttücher nicht ins Abwasser gehören“.

Gut gerüstet sieht sich übrigens auch die Krefelder Stadtverwaltung. „Wir sind zwar alle angespannt, bereiten uns aber auf den Fall, das es schlimmer wird, vor“, berichtet Oberbürgermeister Frank Meyer und ergänzt: „Regeln sind zeitweise außer Kraft gesetzt. Das hat sogar etwas Positives.“ Offenbar funktionieren in Zeiten der Krise auch Dinge, die im Rathaus zuvor „jahrelang nicht möglich waren“.

Die Fallzahlen in Krefeld sind, so schilderte Gesundheitsamtschefin Dr. Agnes Court, erneut gestiegen. Bis Mittwoch wurden 117 Krefelder positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der Abstriche, die im Diagnosezentrum an der Schwerstraße genommen werden, ist „deutlich gestiegen“, so Court. Am Dienstag ließen sich 181 Personen testen.