Nach Tor-Spektakel beim BVB: KFC hofft auf Alemannia und volle "Burg"

Nach Tor-Spektakel beim BVB: KFC hofft auf Alemannia und volle "Burg"

Auch beim Top-Team Borussia Dortmund II ließ sich der KFC Uerdingen nicht aus der Bahn werfen. 6:2 hieß es am Ende für die Blau-Roten. Bei einer günstigen Konstellation könnte der KFC bereits am kommenden Wochenende die Meisterschaft feiern.

Ein halbes Dutzend Tore auf (höchstem) Regionalliga-Niveau zu erzielen ist schon schwer genug. Macht man es dann noch bei einer Spitzenmannschaft wie dem BVB II, immerhin vor dem Spiel noch Tabellendritter, mutet die Leistung noch beeindruckender an.

6:2 hieß es gestern für den KFC Uerdingen im Stadion Rote Erde, der damit den achten Sieg in Folge einfuhr.

Es war ein deutliches Ausrufezeichen und die richtige Antwort auf das fragwürdige 8:3 von Viktoria Köln gegen bis dahin formstarke Wattenscheider.

Krämer lobt vor allem die zweite Halbzeit

"Die zweite Halbzeit war fast perfekt. Wenn man auswärts in der Situation gegen so einen guten Gegner so dominant auftritt, so viele Torchancen kreiert, so viel Ballbesitz hat, dann muss ich meiner Mannschaft ein extrem großes Kompliment machen", sagte Uerdingens Trainer Krämer nach dem Spiel.

Sein Team legte von Beginn an druckvoll und souverän los und erzielte durch Musculus (7.) früh die Führung. Über 25 Minuten dominierten die Blau-Roten die Partie, ehe sie durch einen Elfmeter den Ausgleich (27.) hinnehmen mussten.

Den kurzen Moment der Schwäche nutzte der Gastgeber durch Pavlidis (33.) für die Führung aus zumindest fragwürdiger, weil abseitsverdächtiger, Position.

Das Spiel war auf den Kopf gestellt, das Momentum auf Seiten der Dortmunder. Umso wichtiger, dass die Blau-Roten kurz vor dem Pausenpfiff noch das 2:2 (45.; Kopfball, Erb) erzielten.

Nach kurzem Schockt spielt der KFC den BVB II an die Wand

Kurios wurde es dann nach Wiederanpfiff, als die Dortmunder praktisch vom Anstoßpunkt weg auf das Tor von René Vollath droschen. Der Keeper konnte den Ball gerade noch so ablenken, dass er nicht über die Linie trudelte.

Spätestens da war seine Mannnschaft wieder voll da. Was dann folgte war beeindruckend, weil dominant und überaus effizient. Öztürk (58.), Beister (73.), Müller (75.) und abermals Musculus (83.) besorgten mit ihren Treffern den verdienten Endstand.

"Wir sind in der zweiten Halbzeit sehr erwachsen, wie eine richtige Spitzenmannschaft aufgetreten. So haben wir eine ganz gute Chance Meister zu werden", war sich Krämer sicher. Er und sein Team ließen sich zurecht am Ende des Spiels von den über 1000 mitgereisten Fans feiern.

Auf sie wird es auch ein Stück weit ankommen, wenn der KFC Uerdingen am kommenden Samstag (14 Uhr) auf den ungeliebten Wuppertaler SV trifft. Über 2000 Karten waren schon vor dem Spektakel am gestrigen Tag verkauft, das 6:2 dürfte die Lust auf Top-Fußball in der Grotenburg noch einmal erhöht haben. 5000 plus x, ähnlich wie im Heimspiel gegen Viktoria, dürfte wohl die erhoffte Zuschauerzahl sein.

"In dieser Situation entscheiden Kleinigkeiten, da können die Fans in den richtigen Momenten Sicherheit geben", hatte Krämer vor Kurzem noch gesagt. Und die werden alles dafür tun, dass ihre Elf gegen den WSV die nächsten drei Punkte einfährt.

Der KFC hat es selbst in der Hand

Fünf Punkte liegt der KFC bei einem Spiel mehr vorne - bei einer sehr günstigen Konstellation könnte das Team um Kapitän Mario Erb bereits vor dem letzten Spieltag die Meisterschaft feiern.

Doch dafür müsste Viktoria Köln im Nachholspiel gegen Alemannia Aachen (Mittwoch, 19 Uhr) oder am Samstag gegen "Kellerkind" Rhynern schon arg ins Straucheln geraten.

Zu viel "was wäre, wenn". Am einfachsten ist es für den KFC Uerdingen, sich auf sich selbst zu konzentrieren.

Gewinnen die Blau-Roten die beiden noch ausstehenden Partien gegen Wuppertal und Wiedenbrück, dann ist ihnen auch die Meisterschaft nicht mehr zu nehmen.

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