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Kempen rechnet mit „schwarzer Null“

Kempen rechnet mit „schwarzer Null“

Niedrige Kreditzinsen, hohe Gewerbesteuereinnahmen: In wenigen Jahren könnte Kempen eine "schwarze Null" im Jahresergebnis erreichen. Das gaben Bürgermeister Volker Rübo und Kämmerer Jörg Geulmann am Dienstag bekannt.

"Rein rechnerisch ist — wenn man von der heutigen Situation ausgeht — ab 2020 sogar ein Überschuss in Höhe von 170.000 Euro drin", sagte Jörg Geulmann im Pressegespräch. Unerwartet hohe Einnahmen im Bereich der Gewerbesteuer — sie stiegen dieses Jahr von 17,5 auf rund 21 Millionen Euro — und weitere Verbesserungen (Umsatz- / Einkommenssteuer plus 1,6 Millionen Euro, Einsparungen bei Sach- und Dienstleistungen plus 440.000 Euro) sorgen dafür, dass das "Minus" im Jahresergebnis immer weiter schrumpft.

Für 2016 beträgt das Defizit noch -5,84 Millionen Euro, für 2017 sind -1,11 Millionen angesetzt. Die Planung für 2018 und 2019 sieht -1,43 Millionen bzw. -0,84 Millionen Euro, bevor dann 2020 ein "Plus-Ergebnis" erreicht wird. Für Bürgermeister Volker Rübo kein Grund zum lauten Jubel — dafür sind die Zahlen noch zu unsicher — aber zumindest zum Optimismus: "Lächeln ist angesichts dieser voraussichtlichen Entwicklung mit Sicherheit erlaubt."