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Polizei verschäft Anforderungen: Karnevalszüge hinter Barrikaden

Polizei verschäft Anforderungen : Karnevalszüge hinter Barrikaden

Nach dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt hat die Polizei die Sicherheitsauflagen für die Karnevalszüge deutlich verschärft. Das stellt die Organisatoren auch in Krefeld vor enorme Herausforderungen.

Das Organisationsteam des Uerdinger Tulpensonntagszuges wendet sich jetzt mit einem Hilferuf an die Öffentlichkeit. Die Polizei fordert von den Uerdingern, an acht Zufahrtsstellen zum Karnevalszug Barrieren zu errichten, die ein "einfaches Durchdringen mit einem Fahrzeug deutlich erschweren".

Attentate mit gekaperten Lkw auf die Besucher wie in Berlin sollen so verhindert werden. Die Rede ist von Containern und Wassertanks und auch eventuell schwererem Gerät wie Lkw oder Busse.

Der Uerdinger Karnevals Zug-Verein (KZV) hat Gespräche mit örtlichen Firmen und Betrieben begonnen, um Container und schwere Fahrzeuge/Anhänger ausgeliehen zu bekommen.

Doch noch haben sich nicht genug Partner gemeldet. KZV-Chef Dirk Busenbecker appelliert an die Karnevalsfreunde um Unterstützung: "Wir möchten unseren Karnevalszug nicht verlieren".

Auf den Rosenmontagszug durch die Krefelder Innenstadt dürften ähnliche Anforderungen zukommen - nur werden in der City wohl mehr Einmündungen gesperrt werden als in Uerdingen.

Konkrete Informationen gibt es dazu allerdings noch nicht: "Die Polizei Krefeld befindet sich aktuell noch in der Einsatzplanung für die Karnevalstage", heißt es von der Polizei. Die Planung sei noch nicht abgeschlossen. Auch Zugleiter Albert Höntges verweist auf die noch nicht abgeschlossenen Besprechungen.

Als Straßenblockaden kämen in der Innenstadt auch Busse der SWK in Betracht.

Beim Krefelder Weihnachtsmarkt war die Zufahrt über die Rheinstraße erstmals aus Sicherheitsgründen durch eine Lkw-Zugmaschine blockiert worden.