Ponomarev macht sich Luft: "Ich gehe meinen Weg weiter"

Ponomarev macht sich Luft : "Ich gehe meinen Weg weiter"

Am Donnerstagabend äußerte sich KFC-Präsident Mihkail Ponomarev zu den Ereignissen der letzten Tage und untermauerte abermals seine Absichten "den KFC so weit wie möglich nach oben" bringen zu wollen.

Am Rande der Pressekonferenz bestätigte der Verein die Verpflichtung des polnischen Nationalspielers Adam Matuszczyk.

Hektisch waren sie, die letzten Tage im Umfeld des KFC Uerdingen. Nach der 0:3-Pleite gegen Würzburg, dem darauffolgenden Rauswurf von Trainer Stefan Krämer und der Entlassung von Tanju Öztürk und Christopher Schorsch machte sich Unruhe breit. Seitens des Vereins wollte sich zunächst niemand zu den Umständen äußern. Am Donnerstagabend dann stellten sich Mikhail Ponomarev und sein Geschäftsführer Nikolas Weinhart den Fragen der Medienvertreter.

"Ich habe in den letzten Tagen immer wieder gelesen, wir seien ein Chaosclub. Aber das ist doch Quatsch. Wir arbeiten nur sehr hart daran, den KFC weiter nach oben zu bringen", sagte Ponomarev und ergänzte fast schon kämpferisch: "Ich gehe meinen Weg weiter und verspreche den Fans, dass der Erfolg kommen wird."

Die Entscheidung, Stefan Krämer zu entlassen, sei ihm nicht leicht gefallen." Er ist ein toller Typ, aber das hier ist Business. Wir sind sehr selbstkritisch und müssen feststellen, dass wir in dieser Saison fast nie attraktiven Fußball gespielt haben. Wir hatten auch oft Glück."

In der kommenden Woche nun soll ein neuer Trainer vorgestellt werden. Man sei mit einigen Kandidaten im Gespräch, so Nikolas Weinhart. "Aber nicht mit Effenberg, Magath oder Guardiola", stellte der KFC-Boss klar und mahnte: "Die Einladung an Stefan Effenberg stand schon lange fest. Meint wirklich irgendjemand, dass wir einen Trainer-Kandidaten zu uns in die Loge einladen, wenn Stefan Krämer noch an der Seitenlinie steht? Sowas wäre unmöglich."

Zu den Hintergründen des Rauswurfs der beiden Spieler wollten sich die KFC-Verantwortlichen nicht näher äußern. "Disziplinarische Gründe" seien entscheidend gewesen. Ponomarev sprach von einem "unakzeptablem Verhalten".

Am Rande der Pressekonferenz wurde dann auch noch die Verpflichtung von Adam Matuszczyk bekanntgegeben. Er wechselt vom polnischen Erstligisten Zaglebie Lubin nach Krefeld. Der defensive Mittelfeldspieler, der auch in der polnischen Nationalmannschaft spielt und beim 1. FC Köln, Fortuna Düsseldorf und Eintracht Braunschweig unter Vertrag war, unterschreibt einen Vertrag für anderthalb Jahre. Matuszczyk kommt auf 52 Einsätze in der ersten und 88 Einsätze in der zweiten Bundesliga.