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Stadt Krefeld startet Hundebestandsaufnahme: „Hunde-Polizei“ treibt Steuern ein

Stadt Krefeld startet Hundebestandsaufnahme : „Hunde-Polizei“ treibt Steuern ein

Die Stadt Krefeld startet in den kommenden Wochen eine Hundebestandsaufnahme. Alle 117 756 Haushalte werden überprüft.

Die Hunde-Polizei nimmt nach den Sommerferien Fährte auf. Wie die Stadt Krefeld nun ankündigte, werden Mitarbeiter einer extern beauftragten Firma im Spätsommer alle Krefelder Haushalte aufsuchen, um zu überprüfen, ob dort ein Vierbeiner lebt.

Die "Hundebestandsaufnahme" werde "aus Gründen der Steuergerechtigkeit, im Interesse der ehrlichen Steuerzahler und der öffentlichen Sicherheit" durchgeführt, heißt es seitens der Verwaltung.

Das Halten von Hunden im Stadtgebiet Krefeld ist nach der Hundesteuersatzung melde- und steuerpflichtig. Jeder Halter ist verpflichtet, seinen Hund innerhalb von zwei Wochen nach Anschaffung bei der Stadt steuerlich anzumelden.

Die Stadt Krefeld rechnet in diesem Jahr mit Einnahmen in Höhe von 1,5 Millionen Euro aus der Hundesteuer - dies sind gut 300 000 Euro mehr als im Vorjahr.

Die beauftragte Firma stellt durch Befragung den vorhandenen Hundebestand fest. Dazu trägt jeder Mitarbeiter der Firma gut sichtbar eine von der Stadt ausgestellte Legitimation. Zur Durchführung des Auftrags werden die Hundezähler die Wohnungen nicht betreten und vor Ort keine Steuern erheben.

Falls sie nicht gemeldete Hunde feststellen, müssen die betroffenen Haushalte mit einer rückwirkenden Steuerfestsetzung ab dem Zeitpunkt der Aufnahme des Hundes in den Haushalt rechnen.

Den Haltern nicht angemeldeter Hunde droht zudem ein Bußgeld im Rahmen eines Ordnungswidrigkeitsverfahrens. Die Verwaltung empfiehlt allen Hundehaltern, zu prüfen, ob sie im Besitz gültiger Hundesteuermarken sind und ihren Hund gegebenenfalls noch schnellstmöglich anzumelden. Sofern der Verwaltung die Nachmeldung rechtzeitig vorliegt, wird auf ein Bußgeld verzichtet.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.krefeld.de/de/ordnung/32-fachbereich-ordnung.

INFO Bei einem, zwei und drei Hunden wurde die Hundesteuer zuletzt um 10 Prozent erhöht. Einkommensschwache zahlen (bei einem Hund) weniger. Der Verwaltungsvorschlag hatte deutlich mehr vorgesehen. "Kampfhundebesitzer", die keinen Wesenstest für ihre Vierbeiner vorweisen, sollen für den ersten Hund 800, für weitere derartige Hunde 900 Euro pro Tier zahlen.