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Krefeld Pinguine: Hoffnung oder wieder Taktik?

Krefeld Pinguine : Hoffnung oder wieder Taktik?

Die Krefeld Pinguine wurden am Freitagnachmittag von der Nachricht überrascht, dass die Anteilseignerin ECE der Stammkapitalerhöhung zustimmen und zusätzlich 300 000 Euro“ Soforthilfe“ gewähren möchte. Ob dies die Rettung für die Schwarz-Gelben ist, bleibt offen.

Überrascht reagierte Pinguine-Geschäftsführer Matthias Roos als er am Freitagnachmittag davon hörte, dass die Energy Consulting Europe GmbH sich dazu bereit erklärt haben soll, der von allen anderen Gesellschaftern seit Wochen angestrebten Stammkapitalerhöhung um 750 000 Euro zustimmen zu wollen. „Ich habe eine entsprechene E-Mail von ECE-Anwalt Peters erhalten“, bestätigte Roos gegenüber unserer Zeitung, räumte jedoch auch ein: „Die Gesellschafter sind davon jedoch nicht informiert worden. Das war mal wieder ein Alleingang, der zunächst in der Presse auftauchte.“

Die ECE wolle, so heißt es, den Pinguinen zudem 300 000 Euro „Soforthilfe“ zusichern. Darüber, so Roos, müsse er sich nun zunächst einmal mit den anderen Anteilseignern austauschen.

Der Geschäftsführer zeigte sich irritiert über das Vorpreschen von ECE-Anwalt Dr. Wolfgang Peters. „Er hat die heutige Frist für den Notartermin am Montag verstreichen lassen. Und der Grund für diesen Termin sei ohnehin ein anderer gewesen. „Bei der letzten Gesellschafterversammlung war die bevorzugte Lösung, auch und vor allem die von Herrn Dr. Peters, dass die Anteile der ECE auf einen anderen Gesellschafter übertragen werden. Deshalb wollten wir uns beim Notar treffen.“ Mit diesem Kenntnisstand seien die Gesellschafter dann auch auseinander gegangen. Die heutige Mitteilung sei wieder einmal „sehr überraschend“.

„Fakt ist, dass wir uns nun leider am Montag auf keinen Fall beim Notar treffen können, ganz gleich, was die Gesellschafter zu dem Vorschlag sagen.“

Laut Informationen des Extra-Tipp sollten beim „geblockten“ Notartermin am Montag die Anteile der ECE auf Gesellschafter Dirk Wellen (links im Bild) übertragen werden. Dieser zeigte übrigens großes Verständnis für den Unmut der Fans, die das ewige Hin und Her kritisieren. „Klar, verstehe ich jeden, der mit den Pinguinen zittert. Auch wir hätte gern alles schon geregelt. Leider hält sich die ECE aber nicht an die Fristen.“ Angesprochen auf die neueste Entwicklung vom Freitag sagt der Unternehmer augenzwinkernd: „Ich hoffe, dass die ECE diesmal zu ihrem Wort steht, aber ich sehe das nach der ganzen Entwicklung nicht. Sollte ich mich täuschen, spendiere ich 500 Liter Bier für die treuen Anhänger der Nordtribüne.