: Hinter den Kulissen einer Weltshow

: Hinter den Kulissen einer Weltshow

Vor der Weltpremiere der neuen Holiday on Ice-Show „Supernova“ im Grefrather EisSport EventPark durfte der Stadt Spiegel einen Blick hinter die Kulissen der Aufbauarbeiten werfen.

Peter Koschmieder, den alle liebevoll „Kuschel“ nennen, bringt so schnell nichts aus der Ruhe. Seit 24 Jahren gehört der Produktionsleiter zur „Holiday on Ice-Familie“, er weiß, „dass sich nicht alles, was auf Zetteln geplant wurde, auch genau so umgesetzt werden kann“. „Vor der großen Premiere in Grefrath arbeiten wir Tag und Nacht. Es kommt auf jede Minute an“, sagt der 46-Jährige, der sich dennoch Zeit genommen hat, um dem Stadt Spiegel einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren.

Kilometerlange Kabelstränge schlängeln sich von der Tribüne bis hin zum Eis. Tonnenschwere Traversen hängen auf Kopfhöhe im Innenraum. Ohne Bauhelm ist der Zugang untersagt. Und auch die einzelnen Elemente der imposanten LED-Wand flackern noch unruhig. Vom Charme und Glamour, den Holiday on Ice traditionsgemäß ausstrahlt, ist noch nichts zu spüren. Dort, wo ab dem heutigen Mittwoch Künstler in prachtvollen Kostümen über das glitzernde Eis tanzen, hat derzeit noch eine gut 40-köpfige Crew in Arbeitsmontur das Kommando. Seit Samstag laufen die Aufbauarbeiten für die neue HOI-Show „Supernova“. „Wir haben einen Tag früher als gewöhnlich angefangen, um nicht all zu sehr unter Druck zu geraten“, berichtet „Kuschel“.

Seit 15 Jahren kommt er nun schon an den Niederrhein, um die aufwendigen Produktionen vorzubereiten. „Dies ist immer ein aufregender Augenblick, schließlich bauen wir hier die gesamte Bühne samt Technik zum ersten Mal komplett auf.“ In der Trainingshalle nahe Antwerpen fehlt dafür der Platz. „In Grefrath beginnt das Feintuning. Die Licht- und Tondesigner legen Extraschichten ein. Das meiste passiert im letzten Moment“, berichtet Koschmieder.

Sieben Lkw brachten das HOI-Equipment in die Niersgemeinde. Nachdem die Plexiglasscheiben sowie die Banden abgebaut wurden, legte die Aufbaucrew los. Neben den 18 Technikern, die mit „Supernova“ auf Tour gehen, wurden weitere Helfer engagiert. „Sie kennen das Haus und die Abläufe“, sagt „Kuschel“ und ergänzt: „Alleine 28 Tonnen Material hängen wir unter das Hallendach.“ Die neue Show ist nicht nur für die Läuferinnen und Läufer anspruchsvoll, auch technisch gibt es Besonderheiten. „Wir arbeiten mit unglaublich vielen Effekten. Es sind die kleinen Dinge, die Zeit kosten“, so Koschmieder.

Apropos Zeit: „Kuschel“ und sein Team haben - bei allem Stress - auch noch die „kreativen Köpfe“ im Nacken. „Sie fiebern darauf hin, dass wir die Eisfläche für die Proben freigeben.“

Fest steht: Bis zur Weltpremiere am Mittwochabend ist noch einiges zu erledigen...

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