Die Zusammenarbeit von Hilfskräften ist in der „vorgeplanten überörtlichen Hilfe organisiert“: Helfer arbeiten über Grenzen hinweg

Die Zusammenarbeit von Hilfskräften ist in der „vorgeplanten überörtlichen Hilfe organisiert“ : Helfer arbeiten über Grenzen hinweg

7,48 Meter maß der Pegel der Elbe im Sommer 2013. Magdeburg erlebte im vergangenen Jahr ein Jahrhundert-Hochwasser, mehrere zehntausend Menschen mussten evakuiert werden. Einsatzkräfte aus ganz Deutschland machten sich auf den Weg, um den Menschen zu helfen.

Mit dabei waren auch freiwillige Helfern der Feuerwehren vom Niederrhein. „Das Jahrhundert-Hochwasser hat gezeigt, dass unsere vorgeplante übergeordnete Hilfe funktioniert“, sagt Kai Günther von der Berufsfeuerwehr Krefeld. Dieser Einsatz in Sachsen-Anhalt war durch die Entfernung und die Ausmaße der Schäden sicherlich ein Extremfall, belegt aber die Notwendigkeit des Systems. „Es gibt einfach Situationen und Katastrophen, da reichen die örtlichen Kräfte nicht mehr aus“, so Günther. „Die Zeiten in denen man sagte ’Das ist mein Feuer. Da hat kein anderer was zu suchen’ sind lange vorbei.“

Für den Regierungsbezirk Düsseldorf laufen die Fäden bei der Feuerwehr in Essen zusammen, die dann die entsprechenden Aufträge und Anfragen verwaltet und organisiert. Insgesamt gibt es in NRW fünf Bereitschaften, die jeweils aus bis zu 150 Personen bestehen. Die Bereitschaft drei setzt sich aus Kräften aus Krefeld, Mönchengladbach und dem Kreis Viersen zusammen. Neben der Feuerwehrbereitschaft gehören auch ein Patiententransportzug, eine Behandlungs-, Betreuungs- und ABC-Bereitschaft dazu. Darüber hinaus rückt bei den Einsätzen automatisch eine Mobile Führungsunterstützung aus. „Ein Großteil der Helfer, ungefähr zwei Drittel, sind ehrenamtliche Kräfte“, erklärt Günther.

Erfordert ein Schadensereignis umfangreiche überörtliche Hilfe gemäß Feuerschutz- und Hilfeleistungsgesetz NRW, so können entsprechende Einheiten nach dem Konzept zur „vorgeplanten überörtlichen Hilfe größeren Umfangs“ angefordert werden - dafür brauchen sie eine Vorlaufzeit von wenigen Stunden. In Krefeld war die Hilfe zuletzt bei den Bränden bei Roeren und Compo notwendig. „So können wir optimal helfen, weil wir wissen, auf welche Ressourcen wir ganz unbürokratisch zurückgreifen können“, sagt Kai Günther.

(City Anzeigenblatt Krefeld II)
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