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Grundschüler kehren in Krefelder Schulen zurück

Das tägliche Corona-Update : Zeitversetzte Schulpausen

Kurz vor Beginn der Sommerferien kehren am Montag, 15. Juni, insgesamt rund 7.500 Krefelder Grundschüler und 340 Primarschüler von zwei Förderschulen für zwei Wochen an ihre Schulen zurück.

Seit der vollständigen Schließung am 16. März haben die Grund- und Förderschulen vor Ort bisher eine Notbetreuung für insgesamt rund 900 Kinder von Eltern in systemrelevanten Berufen sichergestellt.

Da sich die Pandemie-Lage in NRW mittlerweile deutlich entspannt hat, hat die Landesregierung die Wiederaufnahme des Regelbetriebs an den Grundschulen und an den Schulen der Primarstufe beschlossen.

Die kurzfristige Wiederaufnahme des regulären Schulbetriebs stellt Schulen wie auch den Schulträger vor große Herausforderungen.

Die bislang für die Betreuung in Schulen geltende Abstandsregelung ist aufgehoben. Die Schüler werden in ihren jeweiligen, voneinander getrennten Klassenverbänden unterrichtet.

„Jede Schule organisiert individuell das zeitversetzte Ankommen der Schüler und die Pausenregelungen“, sagt Schulamtsdirektorin Marita Koblenz-Lüschow. Dokumentiert werden müsse auch, welches Kind kommt und wo es sich hinsetzt. Eltern, die ihr Kind nicht in die Schule schicken wollen, benötigen ein entsprechendes ärztliches Attest. Gleiches gilt für Lehrer, die einer Risikogruppe angehören und deshalb nicht unterrichten können. Der Wegfall von Lehr- und Betreuungskräften führe an einzelnen Schulen tatsächlich zu Engpässen sowohl im Unterrichts- wie auch im OGS-Betrieb, so Koblenz-Lüschow.

„Für die Eltern ist es wichtig zu wissen, dass ab Montag wieder die regulären Betreuungszeiten gelten, da dann die bisherige Notbetreuung wegfällt“, erklärt Jürgen Maas, Leiter des Fachbereichs Schule. Doch gebe es sicherlich eine Lösung, falls im Einzelfall eine Betreuung weiterhin zwingend erforderlich sei, so Maas.

Die Gruppen der Offenen Ganztagsbetreuung treffen sich in der gewohnten Zusammensetzung, auch wenn diese eine andere ist als der Klassenverband. „Dies war eine zwingende Voraussetzung, um die Betreuung organisieren zu können“, sagt Maas.

Eine Essensausgabe wird es allerdings in den kommenden beiden Wochen nicht geben, deshalb sollten die Eltern ihre Kinder entsprechend mit Verpflegung versorgen.

Die Zahl der Corona-Infizierten in Krefeld sinkt weiter. Durch nur eine zusätzliche Erkrankung und drei weitere genesene Menschen liegt der aktuelle Wert nur noch bei 17 Infektionen. Die Gesamtzahl aller positiv Getesteten beträgt 642. Die Zahl der Neuinfektionen innerhalb der vergangenen sieben Tage sinkt auf drei pro 100.000 Einwohner. Vier Krefelder werden noch im Krankenhaus behandelt, keiner davon auf der Intensivstation.

Die Zahl der Erstabstriche liegt bei 7405 Proben. Auch die Kontrollen des öffentlichen Raums bringen kaum noch Verstöße zu Tage:

Es gab keine Ansprachen in Bezug auf das Kontaktverbot und lediglich 19 Verstöße gegen die sogenannte Maskenpflicht – allesamt an Haltestellen.