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Surf- und Naturpark am Elfrather See: Grüne wollen dem Bebauungplan-Verfahren trotz Bedenken nicht im Weg stehen

Surf- und Naturpark am Elfrather See : Grüne wollen dem Bebauungplan-Verfahren trotz Bedenken nicht im Weg stehen

Die Fraktion der Grünen in Krefeld verschiebt eine Entscheidung für oder gegen den Surfpark und macht damit den Weg frei für die Verwaltung, ein einleitendes Bebauungsverfahren in die Wege zu leiten.

Die Grünen hatten wie alle Ratsfraktionen die Gelegenheit, sich das Projekt Surfpark von dem Investor und der Stadtverwaltung vorstellen zu lassen.Trotz einem eher positiven ersten Eindruck sei die Entscheidung, dem einleitenden Beschluss zum B-Plan 836 zuzustimmen, den Grünen nicht leicht gefallen, da eine Vielzahl von Fragen noch offen sei, teilte die Fraktion mit. Dazu gehörten unter anderem die folgenden Punkte:

- Welche Auswirkungen hat der Bau des Surfparks an dieser Stelle auf Fauna und Flora?

- Wie hoch wird der tatsächliche Energieverbrauch der Anlage sein und wieviel regenerative Energie wird auf dem Gelände von den Betreibern erzeugt?

- Welche verkehrlichen Belastungen kommen auf die Gegend zu?

- Was passiert mit dem 25.000 qm großen Surfbecken in dem Erholungspark, wenn der Betrieb aus welchen Gründen auch immer eingestellt wird?

- Ist das Wasseraufbereitungssystem ökologisch verträglich?

- Wird bei dem erwarteten Besucheraufkommen das ÖPNV-Angebot vor Ort verbessert?

„Wir wollen wie alle anderen Bürger auch Antworten auf diese Fragen. Diese Antworten erwarten wir von dem Bebauungsverfahren“, erklärt Heidi Matthias, planungspolitische Sprecherin der Grünen. Im Rahmen des Verfahrens würden Gutachten zu Verkehr, Umweltauswirkungen, Lärm und weiteren Problemstellungen erstellt, Untersuchungen vorgenommen und eine breite BürgerInnen-Beteiligung sichergestellt.

Heidi Matthias abschließend: „Die Investorenpläne, neben dem Surfangebot, auch Gastronomie, Sport, Wellness und Camping anzubieten, und durch PV-Anlagen selbst Energie vor Ort zu produzieren, klingen erst einmal höchst attraktiv. Deshalb wollen wir uns diesen Plänen nicht verschließen.

Dennoch ist das nicht gleichbedeutend mit einer Zustimmung. Das Bebauungsplanverfahren wird sicherlich 2 Jahre dauern. Erst wenn sämtliche Prüfungen abgeschlossen sind und die Gutachten vorliegen, werden wir Grüne uns endgültig für oder gegen den Bau des Surfparks entscheiden."