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Grotenburg in Krefeld wird 2021 fertig

Fan-Hearing im Rathaus : Grotenburg 2021/22 fertig

„Die Grotenburg wird zur Saison 2021/22 als Stadion wieder nutzbar sein“, peilt Oberbürgermeister Frank Meyer das große Ziel an. Im Rathaus stellten sich die Planer am heutigen Sonntag einem Fan-Hearing.

Im Rathaus versammelten sich Oberbürgermeister Frank Meyer, die Dezernenten Markus Schön und Marcus Beyer, Vertreter des KFC sowie Matthias Schöner vom ausführenden Architektenbüro Albert Speer +Partner.

Oberbürgermeister Meyer beklagte, dass die Grotenburg „über viele Jahre stiefmütterlich behandelt“ worden sei. 2018 wurde die Nutzung untersagt. Der Stadtrat beschloss daraufhin, das Stadion für 11 Millionen Euro drittligatauglich zu machen.

Matthias Schöner vom Architektenbüro Albert Speer+Partner listete die Maßnahmen auf:

Es werden drei Eingänge geschaffen mit Zufahrten für Rettungswagen, Möglichkeiten der „Entfluchtung“ sowie Ticketkontrolle.

Die Leitzentralen für Polizei, Feuerwehr, Sanitätsbereich sowie die Stadionregie werden ensprechend eingerichtet. Für die Polizei wird ein eingeschossiges Gebäude errichtet, das über Büros, Aufenthalts- und Gewahrsamsbereiche verfügt.

Für die Medien werden Kameraplätze geschaffen sowie vier Plätze für Übertragungswagen (vorgeschrieben sind zwei Plätze).

Was die Zuschauerkapazität angeht, sind in der dritten Liga Plätze für mindestens 10.000 Menschen vorgesehen. Das Krefelder Stadion wird auf 10.868 Plätze kommen.

Viele weitere Maßnahmen sind nötig. Sie reichen von der Verlegung bestender Leitungen, die den heutigen Vorgaben nicht mehr entsprechen, über die geforerte Rasenheizung bis zur Ertühtigung der Tribünen.

„Wir haben keine Zeit, um Ehrenrunden zu drehen“, machte Schöner auf den knappen Zeitplan aufmerksam. Die Planung zur Fertigstellung in 2021 sei sehr ambitioniert.

Baudezernent Beyer führte auf, welche Arbeiten bisher schon geleistet wurden: So seien Vermessungen und Sachverständigenprüfungen bezüglich der elektrischen Leitungen, des Brandschutzes und möglicher Schadstoffe eingeleitet worden. Auch Glasfassaden wurden bereits erneuert und die Sanitäranlagen angegangen.

Was den Trainingsbetrieb angeht, erklärte Dezernent Schön, der Jugendbetrieb sei 2020 gesichert . Für die Profis sei eine Absichtserklärung zur Nutzung der Anlage am Löschenhofweg abgeschlossen worden. Schön: „Ich bin optimistisch, dass daraus mehr werden wird.“

Sollte der KFC in die zweite Liga aufsteigen, kann das Stadion erweitert werden, ohne dass Rückbauten nötig wären, versicherte Matthias Schöner. Allerdings: die Kosten für eine Zweitligatauglichkeit können nicht allein von der Stadt Krefeld gestemmt werden, erklärt OB Meyer. Dazu wären weitere Investoren notwendig.