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Seit 1997 lebte das in San Diego geborene Tier im Krefelder Zoo: Goodfellow-Baumkänguru „Summer“ ist gestorben

Seit 1997 lebte das in San Diego geborene Tier im Krefelder Zoo : Goodfellow-Baumkänguru „Summer“ ist gestorben

Im Zoo Krefeld nahmen die Pfleger schweren Herzens Abschied von Baumkänguru-Weibchen „Summer“. Sie starb im für ein Goodfellow-Baumkänguru hohen Alter von 20 Jahren an vielfältigen Altersbeschwerden.

Zoobesuchern ist sie ein Begriff, da sie im Warmhäuschen ihrer Anlage gut beim Fressen oder Ruhen beobachtet werden konnte. Zuletzt informierte dort bereits ein Hinweisschild der Pfleger über die Altersgebrechen des Tieres.

Schwer fällt der Abschied auch Zoodirektor Dr. Wolfgang Dreßen. Er führt das Zuchtbuch für Goodfellow-Baumkängurus im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms. In den letzten Jahren etablierte er in Europa die Haltung der Goodfellow-Baumkängurus in zahlreichen Zoos. Dies wurde durch eine enge Zusammenarbeit mit Kollegen in Australien und USA möglich. Zu Summer hatte er eine besonders enge Beziehung. Das Vertrauen war so groß, dass das Tier ihm und den Pflegern sogar eine Beutelkontrolle gestattete, wenn es tragend war.

Summer war 1994 im San Diego Zoo in den USA zur Welt gekommen und lebte mit ihrem Partner „Bud“ seit 1997 im Zoo Krefeld. Sie waren das erste erfolgreiche Zuchtpaar der Goodfellow-Baumkängurus in Europa. Gemeinsam mit Bud hatte Summer von 1997 bis 2007 acht Jungtiere, die nun unter anderem in den Zoos von Frankfurt, Belfast, Hong Kong und Singapur leben. Ihr letzter Sohn „Wango“ führt aktuell in Krefeld die Zucht fort. Mit zwei Weibchen aus Melbourne (Australien) und Beauval (Frankreich) züchtet er nun in der zweiten Generation in Krefeld. In ihrem natürlichen Lebensraum, den tropischen Regenwäldern Nordost-Australiens und Teilen Neuguineas, sind Baumkängurus hoch bedroht. Sie werden bejagt und der Regenwald wird abgeholzt. Mit jährlichen Spenden unterstützt der Krefelder Zoo daher das Tenkile-Schutzprojekt für die bedrohten Beuteltiere in Neuguinea. Mit den Gründern des Projektes, Jim und Jean Thomas, steht er regelmäßig in Kontakt und erhält aus erster Hand Informationen über die Erfolge in der Zusammenarbeit mit der einheimischen Bevölkerung.

(City Anzeigenblatt Krefeld II)