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Krefeld.: Gewerbe-Leuchtturm für NRW

Krefeld. : Gewerbe-Leuchtturm für NRW

Die Städte Krefeld und Meerbusch treiben die Pläne für ein 81 Hektar großes Interkommunales Gewerbegebiet auf beiden Seiten der A 44 voran. Nun muss die Politik entscheiden.

Lange wurde diskutiert, teilweise auch gestritten. Nun aber haben sich die Städte Krefeld und Meerbusch auf einen gemeinsamen Nenner geeinigt: Das Interkommunale Gewerbegebiet beidseitig der Autobahn 44 soll auf den Weg gebracht werden. Dies verkündete die Krefelder Stadtspitze am Freitag auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz. Oberbürgermeister Frank Meyer bezeichnet das Projekt als „Gewerbe-Leuchtturm für NRW“, welches eine „Riesenchance für die Region“ in sich birgt. Eckart Preen, Chef der Krefelder Wirtschaftsförderungsgesellschaft, hebt angesichts der geplanten Größe von 81 Hektar die Bedeutsamkeit hervor. 51 Hektar liegen auf Krefelder, 30 auf Meerbuscher Seite. Bis zu 3200 „hochwertige“ Arbeitsplätze für „gut ausgebildete Fachkräfte“ (Zitat Meyer) sollen geschaffen werden.

Die Verwaltungen beider Kommunen bitten die Politik nun um Zustimmung der wortgleich formulierten Vorlagen. Der Krefelder Stadtrat soll in seiner Sitzung am 18. August entscheiden. Die Meerbuscher werden Ende des Monats den Plan auf die Tagesordnung des Rates setzen. „Wir wollen uns die Arbeitsaufträge der Politik geben lassen, um die noch offenen Fragen zu klären“, sagt Krefelds Baudezernent Marcus Beyer. Er spielt damit auf die unterschiedlichen Gewerbesteuersätze in den Kommunen an.

Sollten sich die Ratsmehrheiten für das Gewerbegebiet entscheiden, so müsse zunächst ein

landesplanerischer Vertrags zwischen der Bezirksregierung Düsseldorf und den Städten Krefeld und Meerbusch abgeschlossen werden.

Die Krefelder Grünen lehnen eine Entwicklung des Areals, welches sich bislang nicht im Besitz der Stadt befindet, weiterhin ab, wie sie am Freitag mitteilten. „Der seit Jahren dramatisch hohe Flächenverbrauch muss endlich gebremst werden“, sagt der wirtschaftspolitische Sprecher Thorsten Hansen.