Gastro-Zeile im Business Park geplant

Gastro-Zeile im Business Park geplant

Auf dem 110 000 Quadratmeter großen Gelände des Mies van der Rohe Business Park soll bis zum Jahreswechsel ein Gastronomie-Zentrum entstehen. Der Krefelder Wolf-Reinhard Leendertz investiert weitere neun Millionen Euro in den Ausbau des denkmalgeschützten Areals.

Nostalgie trifft Moderne - im Mies van der Rohe Business Park zwischen Girmesgath und Weyerhofstraße entsteht etwas Außergewöhnliches. Beim Rundgang über das 110 000 Quadratmeter große Areal wird die Vision, die Investor Wolf-Reinhard Leenertz einmal hatte, Wirklichkeit. Teile des Geländes sind bereits modernisiert - natürlich in enger Absprache mit dem Amt für Denkmalschutz, wie Architekt Gerd Georg van Houwald betont.

Ungefähr 45 Mietverträge wurden bereits unterzeichnet, und Leenertz ist optimistisch, dass das Interesse an den hochwertigen Immobilien weiter steigen wird. Nicht zuletzt deswegen investierte er weitere neun Millionen Euro in den Ausbau der ehemaligen Verseidag-Färberei.

Neben der Vermietung an Firmen plant der Krefelder Unternehmer, dessen Textil-Label in der kommenden Woche ebenfalls in den Business Park umsiedelt, weitere Projekte. So soll bis zum Jahreswechsel eine "Gastronomie-Zeile mit Großmarktatmosphäre" entstehen. Rund um die "alte Tanke" sollen gleichzeitig fünf Lokale eröffnen - unter anderem eine schicke Bar im alten Wasserturm. In der angrenzenden früheren Schlosserei und Näherei werden Restaurants mit Außengastronomie das Publikum anziehen.

Wolf-Reinhard Leendertz ist sich sehr wohl bewusst, "dass es ein brutal teurer Weg wird". "Gastronomen können die Pacht für solche Immobilien nicht zahlen." Als gebürtiger Krefelder sei es für ihn eine "Herzensangelegenheit, eine Art Liebhaberei". Erste Gespräche mit zwei Interessenten laufen bereits.
Die Stadt Krefeld habe ebenfalls bereits positive Signale übermittelt. Ein Lärmschutzgutachten ist in Arbeit.

In dieser Woche konnte Wolf-Reinhard Leendertz zudem einen neuen Mieter willkommen heißen. Die Deb Stoko Europe GmbH , die bis 2014 zu Evonik gehörte, wird künftig auf 1000 Quadratmetern Bürofläche ihre Geschäfte von Krefeld aus regeln. "Die Alternative war Düsseldorf", berichtete Managing Director Johannes C. Sitzmann und ergänzte: "Wir sind zurück zu unseren Wurzeln, und die liegen in der Textilbranche." Einen passenderen Standort hätte das Unternehmen also kaum wählen können.