Freiwilliges ökologisches Jahr

Jugendliche leisten Öko-Jahr ab: Frische Impulse in freier Natur

Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Krefelder Umweltzentrum kann Jugendlichen nach der Schule neue Perspektiven eröffnen.

„Wir fühlen uns hier als kleine Familie“, lacht Carina. Die 19-Jährige absolviert zusammen mit ihren „Kollegen“ Jonas (18), Benjamin (20) und Stefan (22) ein Freiwilliges Ökologisches Jahr im Umweltzentrum der Stadt Krefeld im Hülser Bruch.

Früh morgens ziehen die fröhlichen Vier, die sich prächtig verstehen, mit Astschere und Spaten los in die Krefelder „Wildnis“. Stefan und Benjamin haben sogar schon ihren Kettensägenführerschein abgelegt.

„Überdies gestalten sie den Naturkundeunterricht für unsere Schulklassen und Kita-Gruppen mit“, ergänzt Jana Reddig, Leiterin des Umweltzentrums.

Diese Mischung aus körperlicher Arbeit und pädagogischer Betreuung reizt die jungen Leute und hilft ihnen, eine Orientierung für ihren weiteren Lebensweg zu finden.

„Ich war unsicher, was ich nach dem Abi studieren sollte“, erzählt Carina, „da wollte ich erst mal ein Jahr im Umweltschutz arbeiten.“

Jonas hat ursprünglich eine kaufmännische Lehre ins Auge gefasst, wollte sich aber auch erst einmal anderweitig ausprobieren. „Die Arbeit macht mir Spaß, aber ich bin jetzt doch sicher, dass eine kaufmännische Ausbildung das Richtige für mich ist“.

Die meisten Jugendlichen nutzen das Freiwillige Öko-Jahr, um sich nach der Schule über eine für sie passende Berufswahl klar zu werden. Außerdem lernen sie viel über die Natur.

Denn neben den Fortbildungen, die der Landschaftsverband Rheinland durchführt, leitet sie Gärtnermeister Christoph Uehlenbruck fachlich an. Unter seiner Aufsicht haben die Jugendlichen in diesem Jahr schon einen ganzen Bauerngarten komplett neu angelegt.

Jetzt ist die Zeit, dass sich ein neuer Jahrgang im Umweltzentrum bewerben kann. Die „Alten“ haben die Hälfte ihrer Praktikumszeit schon herum.

„Wir haben wieder vier Plätze“, ermuntert Jana Reddig junge Leute zwischen 16 und 26 Jahren zur Bewerbung. Einer der Plätze soll mit einem Jugendlichen besetzt werden, der über einen Haupt- oder Realschulabschluss oder keinen Abschluss verfügt. Im Monat gibt es 300 Euro Zuwendung bei 39 Wochenstunden Arbeit und 26 Tagen Urlaub. Start des FÖJ ist der 1. August. Bewerbungen bis Mitte Mai an den Landschaftsverband Rheinland.

Infos zur Bewerbung auf www.foej.lvr.de

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