1. Die Stadt

Fichtenhain - ein Top Bürostandort

Fichtenhain - ein Top Bürostandort

Wirtschaftsförderer Eckart Preen referierte auf der Jahreshauptversammlung des Stadtpark-Fördervereins über das Fischelner Gewerbegebiet.

Eine Änderung der Vermarktungsphilosophie vor knapp zehn Jahren hat dem Gewerbegebiet Fichtenhain im Krefelder Stadtteil Fischeln gut getan, die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Krefeld mbH (WFG) ist zuversichtlich, dass die noch freien Flächen in vier bis fünf Jahren ansiedlungsreif erschlossen bzw. vermarktet sein werden. Dabei wird, wie WFG-Geschäftsführer Eckart Preen als Gastredner auf der Jahreshauptversammlung des Vereins Freunde und Förderer des Stadtparks Fischeln ausführte, besonders Wert darauf gelegt, die Arbeitsplatzdichte bezogen auf die belegten Flächen zu erhöhen.

Aus der Erfahrung habe man gelernt, dass sich bessere Ergebnisse erzielen lassen, wenn eine Stadt selbst steuere, wer sich ansiedeln dürfe. Das müsse auch für das an der A 44 geplante Gewerbegebiet mit einer Fläche von 70 Hektar gelten. Allerdings sei es unrealistisch, dort nur Bürotürme bauen und auch belegen zu können, betonte Preen. 20 Hektar seien deshalb für die Ansiedelung von Logistikern vorgesehen, die vornehmlich auch westlich der Oberschlesienstraße im Gewerbegebiet Südpark zu finden sind. Einen wichtigen Beitrag zur höheren Arbeitsplatzdichte in Fichtenhain soll ein neuer Bebauungsplan leisten. Er dient vor allem einem günstigeren Zuschnitt von stadteigenen Grundstücken, um der Nachfrage vor allem mittelständischer Unternehmen besser gerecht zu werden. Gefragt seien heute Grundstücksgrößen ab 2500 Quadratmetern. Vor knapp zehn Jahren sei noch der Verkauf erst ab 10 000 Quadratmeter favorisiert worden. Die in den vergangenen Jahren veränderte Vermarktungsstrategie zahlt sich aus: Südlich der Anrather Straße bis zur Oberschlesienstraße sind viele freie Flächen inzwischen belegt oder reserviert, Interessenten landen heute sogar schon auf Wartelisten.

Auch die Struktur der Ansiedlungen hat sich dadurch verbessert. In Fichtenhain — gegliedert in Europark, Businesspark an der Fichtenhainer Allee und Campus — besteht inzwischen ein interessanter Mix aus Industrie, Dienstleistungen, Forschung/Entwicklung und Handwerk. Neben Neuansiedelungen kam es zu Umsiedelungen aus dem Inland und Erweiterungen bestehender Unternehmen, die man damit in Fichtenhain halten konnte. Laut Preen ist "Fichtenhain nach der Innenstadt" inzwischen "der Top-Bürostandort", was sich u. a. in steigenden Grundstückspreisen und Büromieten niederschlägt.

In seinem Jahresrückblick dokumentierte der Vorsitzende des Stadtpark-Fördervereins, Bernd Scheelen, mit Fotos den mehr als 30 an der Jahreshauptversammlung teilnehmenden Mitgliedern den vor einem Jahr beschlossenen, aber erst vor kurzem begonnenen Bau des neuen Zugangswegs zum Stadtpark Fischeln an der Kölner Straße. Durch die anhaltende Nässeperiode im Frühjahr und Frühsommer, Ferienzeiten sowie die Baumaßnahmen an der Kölner Straße hatte sich der Baubeginn monatelang verzögert. Jetzt ist er fertig gestellt. Angesichts der winterlichen Wetterprognosen will der Verein die Einweihung allerdings auf das Frühjahr 2017 verschieben. Die Kosten belaufen sich laut Scheelen auf rund 30 000 Euro, wovon etwa zwei Drittel von Sponsoren finanziert werden, denen der Vorsitzende des Stadtpark-Fördervereins ausdrücklich dankte. Für die Differenz ist in der Vereinskasse ein ausreichendes Polster vorhanden. Auf Antrag der Kassenprüfer wurde Schatzmeister Werner Grams einstimmig entlastet. Erfreut wurde auch zur Kenntnis genommen, dass der Verein in diesem Jahr auf 135 Mitglieder gewachsen ist. Dies war u. a. der erneuten Beteiligung an Fischeln Open und der dabei erfolgten Werbung für ein Boule-Turnier für jedermann am 3. Oktober zu verdanken.

(City Anzeigenblatt Krefeld II)