Fiber Art in der neuen Ausstellung Asia- Europe im Deutschen Textilmuseum Krefeld

Faszinierende Ausstellung im Textilmuseum : Fantastik aus Fasern

Asien und Europa treffen in einer magischen Ausstellung zur Kunst aus Stoffen zusammen.

„Das sind sehr sinnliche Reize“, staunt Direktorin Dr. Annette Schieck über die Energien, die von der neuen Ausstellung im Textilmuseum Linn ausgehen.

Tatsächlich regen die bunten Stoffobjekte Fantasie und Erinnerung an Phänomene aus der Natur an.

So hat die japanische Textilkünstlerin Miki Nakamuare aus den Fasern des Maulbeerbaums weiße „Blätter“ geschaffen, die wie Marionetten an Fäden hängen. Es sieht so leicht und beschwingt aus, als ob im Herbst die Blätter sanft zu Boden glitten.

„Fiber Art“ heißt die Kunstrichtung, mit textilen Fasern zu arbeiten. Das besondere der neuen Ausstellung: Hier wirken Künstler aus Asien und Europa zusammen; bringen somit die „Atmosphäre“ ihrer jeweiligen Traditionen mit ein. 18 Künstler stammen aus Asien, 19 aus Europa.

Die Ausstellung „Asia - Europe IV“ ist die vierte Auflage dieser einmaligen Zusammenarbeit. Sie wurde erstmals in Belgien gezeigt und wird Ende August nach Dänemark und dann weiter nach Litauen „wandern“. Krefeld ist die zweite Station.

Eröffnung der Ausstellung ist am Donnerstag, 16. Mai, um 18 Uhr in der Linner Museumsscheune. Das Grußwort spricht Bürgermeisterin Karin Meincke.

Ganz besonders attraktiv dürfte ein Besuch am Sonntag, 19. Mai, sein. Dann ist nicht nur internationaler Museumstag und somit der Eintritt frei. Sondern das Textilmuseum bietet angesichts der Sport- und Kulturveranstaltung „Crossover Burg Linn“ noch eine ganztägige Bastelbetreuung für Kinder unter dem Titel „Fiber Art für Kinds“.

Zusätzlich führen Studenten des „Fashion Design Institutes“ Düsseldorf um 11.30 und 13.30 Uhr eine ungewöhnliche Modenschau durch. Sie zeigen nämlich selbst entworfene „Kunst am Körper“: Kleider, die man in solcher Fantasie kaum in einem Geschäft erblicken dürfte.

Hauptsache bleibt natürlich die Ausstellung „Fiber Art“ selbst. Manche Objekte sehen aus wie Quallen, wie ein riesengroßer Sombrero oder Kleidchen für Engel. Geschaffen wurden sie aus unterschiedlichen Materialien: Tierhaaren, synthetischen Fasern, Holz, Draht, Glasfasern oder auch Papier. Sie sind gehäkelt, gestrickt, gewebt, gefilzt oder auch geklöppelt. Je nachdem.

Der Besucher taucht in eine exotische Welt der Formen und Farben ein, fremd und magisch anziehend.

Die Ausstellung ist bis 18. August zu sehen. Öffnungszeiten: Die - So 10-18 Uhr, Pfingsten geschlossen.

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