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„Feuerwehrmann“ Rick will in die Play-offs

„Feuerwehrmann“ Rick will in die Play-offs

Die Bilder erinnerten an vergangene Zeiten: Pinguine-Aufsichtsratsboss Wolfgang Schulz und "sein" Trainer Rick Adduono saßen Seite an Seite und stellten sich den Fragen der Presse. Dass die Entlassung des Kanadiers, der freimütig einräumte, "noch nie einen Job gekündigt" zu haben, grade erst 13 Monate her ist, war zwischenzeitlich wie vergessen.

Doch nun ist Rick Adduono zurück. Am Freitag im Derby gegen die Kölner Haie wird er erstmals wieder hinter der Bande des König Palast stehen.

"Ich bin sehr froh, dass er diesen Feuerwehrmann-Job übernimmt. Dies hätte noch lange nicht jeder Trainer gemacht. Es ist bewundernswert", lobte Schulz seinen langjährigen Weggefährten. Zugleich bedankte sich der "Ober-Pinguin" bei Franz Fritzmeier, der am Montag von seinem Amt freigestellt wurde. "Er hat intensive, massive und sehr gute Arbeit geleistet, viel Zeit investiert, um das Team auf ein Top-Niveau zu bringen. Dass es letztlich nicht gereicht hat, tut uns allen leid. Wir haben reagieren müssen."

Am Mittwoch traf Adduono in Krefeld ein, gönnte sich am Abend sogar noch einen Besuch auf dem Weihnachtsmarkt. "Als meine Frau und ich dann fahren wollten, haben wir zunächst gar nicht den Weg in unsere neue Wohnung gefunden", räumte der 61-Jährige unter lautem Gelächter der anwesenden Pressevertreter ein.

Am Donnerstag folgte das erste Training. Zuvor hielt Adduono eine längere Ansprache. "Ich habe den Jungs gesagt, wie wichtig es für die ganze Organisation der Pinguine ist, dass wir noch die Play-offs erreichen." Die Übungseinheit im König Palast sei gut verlaufen. "Dieses Team muss mit viel Tempo spielen. Gegen Köln wird es wichtig sein, dass wir im eigenen Stadion in Führung gehen. Der Sieg ist eine Frage der Energie."

Seit heute steht auch definitiv fest, dass ihm der junge Finne Ville Vaija als Co-Trainer zur Seite stehen wird.

Geschäftsführer Karsten Krippner dementierte am Donnerstag eine Meldung der Rheinischen Post, wonach zuletzt die Spielergehälter verspätet gezahlt worden wären. "Dies ist falsch. Alle Spieler und Angestellten der Pinguine haben pünktlich ihr Geld bekommen."

Für das vorweihnachtliche Derby am Freitag gegen Köln waren bis Donnerstag 6600 Karten verkauft. "Wir hoffen auf eine tolle Kulisse", sagte Wolfgang Schulz. Rick Adduono ergänzte: "Wir brauchen die Unterstützung der Fans. Nur zusammen können wir unser Ziel erreichen."

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