Unser Testbericht: Fahrspaß mit dem „KRuiser“

Unser Testbericht : Fahrspaß mit dem „KRuiser“

Seit dem Wochenende können die Krefelder mit den neuen Elektrorollern der SWK durch die City flitzen. Der Stadt Spiegel testete den „KRuiser“ für einen Tag. Hier unser Erfahrungsbericht.

20 Jahre ist es her, dass ich zuletzt auf einem Roller gesessen habe. Die letzte Fahrt endete mit einem Unfall - Totalschaden. Und dennoch ist meine Vorfreude riesig. Seit dem Wochenende kann der „KRuiser“, der zweirädrige Elektroflitzer der Stadtwerke, nun endlich gemietet werden. Logisch, dass gleich ein Selbsttest fällig ist.

Dieser startet übrigens mit dem Herunterladen der notwendigen App. Ohne sie kann der E-Roller nicht gestartet werden. Nach der Registrierung muss zunächst der Führerschein gefilmt werden. Ein Gesichtsabgleich folgt. Wenige Minuten kommt die Bestätigung per E-Mail - samt 20 Freiminuten.

Jetzt kann es losgehen. Die App zeigt mir alle verfügbaren Fahrzeuge an. Nur eine Straße weiter wartet bereits einer der schicken rot-weißen „KRuiser“ auf mich, den ich flott für 15 Minuten reserviere. Wieder läuft alles über das Smartphone, welches quasi auch als Schlüsselersatz fungiert. Vor Ort klicke ich auf „mieten“ und die hintere Box öffnet sich. Hier drin finden sich zwei verschieden große Helme sowie Hygiene-Einmalhauben.

Kurz mache ich mich mit dem System vertraut. Die Bedienung per Touchscreen ist simpel und nahezu selbsterklärend. Ich drücke den „Start-Button“, gebe Gas und düse los. Der Fünf-Kw-Motor beschleunigt ansatzlos bis auf 50 km/h. Bei allem Fahrspaß muss sich der Fahrer etwas zügeln. Nach 20 Jahren Roller-Abstinenz ist der Respekt dann doch recht groß. Schnell jedoch überwiegt ein Gefühl des Genießens. Der Wind weht ins Gesicht, die Sonnenstrahlen wirken wohlig-warm.

Ein kurzer Zwischenstopp. Nun hat man die Wahl. Versetzt man den „KRuiser“ in den Parkmodus, zahlt man 5 Cent pro Minute. Gibt man ihn frei, kann ihn jeder andere Roller-Fan wieder aufs Neue mieten. „In den fünf Minuten wird wohl niemand kommen“, denke ich mir. Tja, Pech gehabt. Als ich aus dem Büro komme, sehe ich „meinen“ Flitzer davon düsen. Dies ist jedoch kein Problem. Innerhalb der City gibt es ausreichend Alternativen. 30 „KRuiser“ hat die SWK in der Startphase auf die Straßen geschickt. Die Miet-Minute wird übrigens mit 20 Cent berechnet.

Die zweite Fahrt geht heimwärts. Der anstehende Einkauf wird allerdings auf später verschoben - mit dem Pkw. Angesichts der Platzknappheit in der Transportbox eignet sich der „KRuiser“ nicht, um Lebensmittel zu transportieren. In Verberg angekommen, will ich den Roller freigeben. Doch dies gelingt mir nicht, da ich mich außerhalb eines von der SWK definierten Areals rund um die Innenstadt befinde. Also muss ich noch einmal los. Die App zeigt mir die Gebietsgrenze. Ein paar hundert Meter weiter klappt es dann mit dem Abstellen.

Mein Fazit: Für kurze Strecken (bei gutem Wetter) ist der „KRuiser“ ein echter Spaßflitzer, den man sich hin und wieder „gönnen“ sollte.

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