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Hans-Georg Maaßen sprach auf Einladung der Werteunion Niederrhein: Ex-Verfassungsschützer spaltet Verberg

Hans-Georg Maaßen sprach auf Einladung der Werteunion Niederrhein : Ex-Verfassungsschützer spaltet Verberg

Der frühere Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, besuchte auf Einladung der Werteunion Niederrhein Krefeld. Vor dem „Haus Kleinlosen“ in Verberg trafen rund 70 Demonstranten auf ein Großaufgebot der Polizei.

Als „Mann, der die Nase am meisten im Sturm“ hat kündigte Gerald Wagener, Sprecher der Werteunion Niederrhein, den in den vorzeitigen Ruhestand versetzten Ex-Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, an. Der Auftritt des gebürtigen Mönchengladbachers, der  nach der „Hetzjagd-Affäre“ von Chemnitz im November 2018 sein Amt räumen musste, rief Anhänger und Protestierer gleichermaßen auf den Plan. Vor dem „Haus Kleinlosen“ in Verberg sorgte ein Großaufgebot der Polizei dafür, dass die rund 70 Demonstranten im Zaun gehalten wurden. Diese beschimpften die Gäste vereinzelt als „Nazis“ und „Rassisten“. Bereits im Vorfeld, dies berichtete Gerald Wagener, musste die Gastwirt-Familie Siebenmorgen Anfeindungen erdulden. „Wir haben uns gemeinsam entschieden, diesen Abend dennoch durchzuziehen“, sagte Wagener trotzig und unter dem Applaus der rund 150 Besucher. Laut Werteunion-Sprecher gab es 603 Anmeldungen für den Abend mit Hans-Georg Maaßen. In Richtung der zahlreich erschienen „CDU-Freunde“ sagte er: „Fragt euch mal, wann ihr zum letzten Mal 600 Anmeldungen hattet. Das ist eine deutliche Nachricht, dass wir nicht überflüssig sind.“

Gastredner Maaßen wurde mit warmem Applaus begrüßt. Der 57-jährige Jurist arbeite in seinem rund 50-minütigen Vortrag in ruhiger, fast emotionsloser Art die erwarteten Positionen ab. So sei die Innere Sicherheit durch die ungeordnete Zuwanderung weiterhin gefährdet, betonte er. „Die Terror-Gefahr war noch nie so hoch“, sagte er und sprach von „240 000 Menschen, die abgeschoben werden müssen“. Unter dem Applaus der Gäste schob er nach: „Und ich bin der Meinung, das können wir schaffen.“In der anschließenden Fragerunde wollte eine Dame wissen, ob es die Werteunion noch braucht, wenn Friedrich Merz CDU-Vorsitzender würde. „Wenn er den Job macht, den wir erwarten können, dann könnte sich die Werteunion auflösen“, so Maaßen, der mit Standing Ovations verabschiedet wurde.