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Enkeltrick-Betrüger ohne Chance

Enkeltrick-Betrüger ohne Chance

Offensichtlich haben Enkeltrickbetrüger im Kreis Viersen keine Chance mehr. Diesen Eindruck hat jedenfalls die Polizei.

Kreis Viersen (red).

In dieser Woche meldeten sich bislang drei Seniorinnen aus dem Kreis Viersen bei der Polizei und erklärten, ein Anrufer habe versucht, sie um ihr Geld zu betrügen. Er verwickelte die Seniorinnen in ein Gespräch und gab sich jeweils als Verwandter (Neffe) aus, der gerade bin der Nähe sei und kurzzeitig Geld für den Kauf eines Hauses benötige, das er günstig erwerben könne. Er avisierte, gegen 13 Uhr vorbeikommen zu wollen, um das Geld abzuholen. Zwei der angerufenen Damen bemerkten sofort, dass es sich um einen falschen „Verwandten“ handelte und auch die dritte beendete das Gespräch vorzeitig. Keine der Angerufenen bot dem „Neffen“ Geld an. Der Anrufer sprach akzentfrei Deutsch.

Auffällig war in diesen Fällen, dass alle drei angerufenen Seniorinnen den gleichen Vornamen, nämlich „Gisela“ hatten. Das weist laut Polizei darauf hin, dass die Tatverdächtigen aus dem jeweiligen Telefonbuch gezielt Namen heraussuchen, die vermutlich zu älteren Personen gehören. Namen wie Gisela, Walburga oder Mechthild sind heute nicht mehr in dem Maße gebräuchlich und die Trägerinnen sind häufig schon im Rentenalter.

Besonders alleinstehende Frauen sollten bei ihrem Telefonbucheintrag also darauf achten, dass sie nach Möglichkeit den Vornamen abkürzen, damit ein solcher Hinweis für potentielle Betrüger entfällt. Genauso ratsam ist es für die Angerufenen, durch gezielte Fragen festzustellen, ob es sich wirklich um einen Verwandten handelt. Bleiben dann noch Zweifel, sollten sie die Polizei informieren.

Besonders wichtig ist jedoch laut Polizei: „Händigen Sie niemals Geld an Unbekannte aus! Auch dann nicht, wenn Ihnen eine Notlage vorgegaukelt wird. Wenden Sie sich an echte Verwandte oder bitten Sie die Polizei um Hilfe. Nutzen Sie hierfür ruhig den Notruf, die 110. Man wird Ihnen dort gerne weiterhelfen.“

(City Anzeigenblatt Krefeld II)