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Drei Frauen verursachten den Brand im Krefelder Affenhaus

Brand des Affenhauses : Verursacher haben sich gestellt

Drei Frauen im Alter von 30 bis 60 Jahren, eine Mutter und ihre beiden Töchter, sind Verursacher des verheerenden Brandes im Krefelder Zoo. Das teilten Staatsanwaltschaft und Polizei heute mit.

„Die Verursacher haben sich selbst bei uns gemeldet“, erklärt Gerd Hoppmann, Leiter der Ermittlungskommission. „Das war hoch anständig und hat meinen Respekt.“

Die drei Frauen hatten sich an diesem schicksalhaften Silvesterabend nichts dabei gedacht, als sie fünf Himmelslaternen in die Nachtluft steigen ließen. Sie hatten die Laternen noch handschriftlich mit guten Wünschen zum neuen Jahr versehen. Dass die Nutzung der Himmelslaternen verboten ist, war ihnen nicht bewusst. Sie hatten die Laternen im Internet gekauft. Ein Hinweis darauf, dass die Nutzung in NRW verboten ist, fehlte.

Vier der Himmellaternen gingen in der Nähe des Affenhauses nieder und haben sich erhalten. Die fünfte jedoch landete auf der nordöstlichen Ecke des Daches.

Dort bildete sich ein Brandtrichter, der sich rasend schnell ausbreitete.

Zeugen beobachteten, wie die Himmellaternen sich dem Zoo näherten und niedergingen. Als der Brand ausbrach, verständigten sie sofort die Feuerwehr.

Oberstaatsanwalt Jens Frobel stuft den Tatbestand als fahrlässige Brandstiftung ein. Als Strafe sieht das Gesetz Geldstrafen oder Gefängnis bis fünf Jahre vor. Der konkrete Fall muss jetzt von der Staatsanwaltschaft geprüft und bewertet werden.

Die Verursacher sind genauso entsetzt über das Unglück wie alle anderen Krefelder auch. „Es tut ihnen unendlich leid“, unterstreicht Polizeisprecherin Karin Kretzer.