Spatenstich für A57-Ausbau: Die „Hauptschlagader“ des Niederrheins wird ausgebaut

Spatenstich für A57-Ausbau : Die „Hauptschlagader“ des Niederrheins wird ausgebaut

Das 4,1 Kilometer lange Teilstück der Autobahn 57 wird zwischen Krefeld-Oppum und dem Kreuz Meerbusch von bislang vier auf sechs Spuren ausgebaut. Ziel ist eine Entlastung der stauanfälligsten Autobahn des Landes. Die Kosten liegen bei 61,2 Millionen Euro

Keine Autobahn in Nordrhein-Westfalen ist so stauanfällig wie die A 57. Die Hauptschlagader des linken Niederrheins ist sehr häufig verstopft. Es wundert folglich nicht, dass der Ausbau von vier auf sechs Spuren oberste Priorität hat. Dies sieht auch das Bundesverkehrsministerium so, welches die Erweiterung finanzkräftig vorantreibt. Alleine rund 61 Millionen Euro werden nun in die Baumaßnahmen auf dem 4,1 Kilometer langen Teilstück zwischen Krefeld-Oppum und dem Kreuz Meerbusch investiert.

„Die A57 ist eine besondere Autobahn“, begründet Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, der für den obligatorischen ersten Spatenstich eigens aus Berlin angereist war. „Mit bis zu 120 000 Fahrzeugen pro Tag ist die A 57 die wichtigste Verbindung zwischen den Wirtschaftszentren auf der linken Rheinseite. Zugleich ist sie eng verknüpft mit den Autobahnen nach Düsseldorf, ins Ruhrgebiet und in die Niederlande.

Um die Verkehrssituation zu entspannen, treiben wir die Erweiterung auf sechs Fahrspuren entschlossen voran.“ 90 000 Fahrzeuge pro TagAlleine auf dem Krefelder Teilstück werden täglich bis zu 90 000 Fahrzeuge gezählt - eindeutig zu viel. „Es ist ja nicht so, dass morgens um 7 oder mittags um 16 Uhr Lustfahrer unterwegs sind“, hält NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) fest. Er will, dass Pendler künftig entlastet werden. „Eine wachsende Wirtschaft braucht eine gute Infrastruktur für den Warenverkehr. Genauso brauchen die Arbeitnehmer leistungsfähige Strecken, auf denen sie zu ihren Arbeitsplätzen gelangen.“

61,2 Millionen Euro investiert der Bund in den Ausbau zwischen Krefeld-Oppum und dem Kreuz Meerbusch. Ein Teil dieser Mittel fließt in den Lärmschutz, der u.a. den Bau von bis zu neun Meter hohen Lärmschutzwänden vorsieht. Zudem wird, so versprach es Staatssekretär Ferlemann, die Strecke mit „Flüsterasphalt“ gedeckt.

Übrigens: Die denkmalgeschützte „Geismühle“ soll auch weiterhin für die Autofahrer sichtbar bleiben. Dafür sorgen sollen gläserne Lärmschutz-Elemente.„Dreck, Lärm und die Verengung von Fahrstreifen lassen sich nicht wegdigitalisieren. Aber wir versprechen, dass wir die Belastungen für die Bürger so gering wie möglich halten werden“, erklärte Verkehrsminister Wüst.

Für Bäume, Sträucher und Wiesen, die wegen des Ausbaus weichen müssen, sollen Ausgleichsflächen geschaffen werden. Es wird mit einer Bauzeit von drei Jahren gerechnet. Enak Ferlemann ist indes optimistisch, dass bis Dezember 2021 alles fertig ist.

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