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Der Krefelder Stadtrat hat entschieden: Die Grotenburg wird weiter saniert

Der Krefelder Stadtrat hat entschieden : Die Grotenburg wird weiter saniert

Der Krefelder Stadtrat hat entschieden: Die Grotenburg wird weiter saniert. Eine große Mehrheit der Politik stimmte am Donnerstagabend für den Entwurf, den die Stadtverwaltung vorgelegt hatte. Übrigens: Zum ersten Mal in der Geschichte des Krefelder Stadtrats gab es eine namentliche Abstimmung.

Dies hatte Ratsherr Ralf Krings mit Unterstützung der FDP-Fraktion beantragt. Das Ergebnis lautete: 45 Ratsmitglieder stimmten dafür, elf stimmten dagegen. Nachdem Oberbürgermeister Frank Meyer das Ergebnis verkündete, brandete Applaus im Seidenweberhaus auf.

Die Stadtverwaltung hatte zur Ratssitzung am Donnerstag einen Vorschlag vorgelegt, wie das traditionsreiche Stadion mit einem Aufwand von insgesamt 16,3 Millionen Euro für die 3. Liga ertüchtigt werden kann. Die jetzige Planung stellt einen Kompromiss dar, auf den sich eine Arbeitsgruppe aus Politik und Verwaltung gemeinsam mit dem Planungsbüro Albert Speer + Partner (AS+P) geeinigt hat. Die Gruppe war gegründet worden, nachdem der Stadtrat den avisierten Mehrkosten für die Stadionsanierung in seiner Sitzung vom 9. Dezember nicht zugestimmt hatte. Alle Mitglieder der Arbeitsgruppe lobten übrigens die konstruktive Zusammenarbeit.

Seitdem wurden die einzelnen Posten nochmals unter die Lupe genommen. Dabei wurde deutlich, dass die meisten Maßnahmen laut der Statuten des Deutschen Fußball-Bundes unerlässlich sind, um eine Tauglichkeit für die 3. Liga herzustellen. Dennoch wurden unter anderem im Bereich der Waschplätze, bei Kiosken und Sanitäranlagen, bei den Business-Sitzen und Logen und beim LED-Flutlicht Einsparpotenziale aufgezeigt. Insgesamt reduzieren diese Streichungen die Gesamtsumme um rund 500.000 Euro auf nunmehr 16,3 Millionen Euro. Abzüglich einer in Aussicht gestellten Bundesförderung wären somit 13 Millionen Euro für das Vorhaben aus dem städtischen Haushalt zu leisten. Hinzu kommt die notwendige Instandhaltung des Stadions durch Dachabdichtungen oder Kanalarbeiten. Dafür wird der Aufwand für 2021 und 2022 auf insgesamt 1,15 Millionen Euro beziffert.

Die Umplanung und Neuberechnung der Stadionsanierung wird sich auch auf den Zeitplan auswirken, bei dem ursprünglich eine Fertigstellung zur Saison 2021/22 das Ziel war. Nach neuer Planung kann – sofern der Rat die Kostenfestsetzung nun beschließt – der erste Bauabschnitt für den Innenbereich des Stadions nach Ausschreibung und Vergabe im September 2021 beginnen. Im Außenbereich würde es Ende Oktober 2021 losgehen. Nach Abschluss der Umbauten könnten im April 2022 die baulichen Abnahmen und die Freigabe erfolgen. Ein Spielbetrieb ohne Zuschauer wäre gegebenenfalls schon ab Februar 2022 denkbar.