1. Die Stadt

Die geheime Energie unserer Stadt

Die geheime Energie unserer Stadt

Berlin ist bekanntlich arm, aber sexy. Krefeld ist nicht ganz so arm, aber nicht weniger kreativ.

„Unser Ziel ist, Krefeld als Standort für Kreative und Kulturschaffende ins Bewusstsein zu rufen“, betont Eckart Preen, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft WFG. Das mag verwundern. Was haben die harte Wirtschaft und die weiche Kultur miteinander zu tun? Nun, sehr viel. Firmen brauchen Menschen, die ihre Prospekte gestalten, ihre Produkte vermarkten, einen Imagefilm drehen oder ein Logo entwickeln. Wo finden sie solche Kreative? Preen: „Für solche Aufträge muss man nicht nach Düsseldorf gehen, unsere Stadt birgt selber genügend kreatives Potenzial.“

Davon zeugt das neue Internet-Portal, das die WFG, die Stadt Krefeld, das Kulturbüro, die Hochschule Niederrhein und weitere private Akteure gemeinsam entwickelt haben. In diesen Tagen wurde es frei geschaltet. Hier können sich Kreativfirmen darstellen, hier finden Firmen anderer Branchen ihre kreativen Ansprechpartner. Darüber hinaus versieht die WFG das Portal mit aktuellen Hinweisen auf die „Szene“.

Krefeld ist für ein solches Netzwerk deutlicher prädestiniert, als viele meinen. Das lehrt ein Blick in die Geschichte der Stadt. Dazu Uli Cloos, Leiter des Marketingamtes: „Ohne die Samt- und Seidenindustrie hätte es keine Architektur eines Mies van der Rohe gegeben, keine moderne Kunstsammlung eines Paul Wember und keinen Fachbereich Design an der Hochschule.“ Alle diese kulturellen Highlights gehen auf die Wirtschaftsgeschichte der Stadt zurück. Ein klares Zeichen, dass Wirtschaft und Kultur einander bedingen. Wenn ihre Verzahnung enger und fruchtbarer wird, wird Krefeld künftig nicht nur als Sport- und Freizeitstadt wahrgenommen, sondern auch als Stadt der Kreativen. Eben ein wenig wie Berlin.

Übrigens: auf dem Portal kann sich jeder Kreative selber eintragen. Adresse:

www.kreativkrefeld.de

(StadtSpiegel)