1. Die Stadt

Sanierung geplant: Das Ende der engen Tunnel?

Sanierung geplant : Das Ende der engen Tunnel?

Krefelds Eisenbahn-Unterführungen sind in die Jahre gekommen. Da die DB Netz AG viele von ihnen ohnehin sanieren muss, bietet sich die Chance, Nadelöhre zu erweitern und dunkle Ecken zu entschärfen.

Die Stadt müsste der Bahn-Tochter allerdings mehrere Millionen Euro zahlen.


Als die Eisenbahnunterführungen in der Seidenstadt entstanden, war der Straßenverkehr noch eine Sache von Pferdewagen. Entsprechend eng sind manche Durchlässe dimensioniert. Speziell die Oppumer können davon ein Lied singen: Die Unterführungen Hochfelder Straße (Kuhleshütte) und Trift bieten eine sechs Meter breite Fahrbahn und auf beiden Seiten einen nur Meter breiten Fußgängerweg.

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Den nutzen notgedrungen viele Oppumer Gesamtschüler. "Völlig unzureichend" findet das auch die Stadtverwaltung.

Im Zuge der neuen Planung soll die Breite der Oppumer Unterquerungen nun 2018 und 2019 verdoppelt werden. Fußgänger hätten dann 2,50 Meter Platz. Und ein zwei Meter breiter Radler-Streifen wäre auch möglich. Die Fahrbahn soll einen Meter breiter werden, um den Busverkehr zu erleichtern. Die Aufweitung beider Oppumer Unterführungen würde zehn Millionen Euro kosten, der Eigenanteil der Stadt läge bei drei Millionen Euro.

"Für Oppum wäre das wie ein Sechser im Lotto" sagt CDU-Planungsexperte Jürgen Wettingfeld. "Die Chancen sind erheblich", ergänzt SPD-Ratsherr Jürgen Hengst.
Auch an anderen Unterführungen sind Verbreiterungen möglich, wenn die Stadt einen Eigenanteil übernimmt.

2019 soll die Unterquerung Voltastraße saniert werden. Aus zwei Fahrspuren könnten dabei vier werden plus Radwege an beiden Seiten. Kosten: 20 Millionen Euro (davon entfielen sechs Millionen auf die Stadt).

Voraussichtlich 2020 sind die Unterführungen Dießemer Straße und Zur Feuerwache zu erneuern. Die Bahn schlägt vor, beide Bauwerke zusammen zu legen und würde die Kosten wohl selbst übernehmen.

Der Rat hat die Verwaltung beauftragt, mit der DB Netz AG Verhandlungen aufzunehmen.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Krefelds enge Eisenbahn-Unterführungen