1. Die Stadt

Besser Parken in Krefeld: Nur wie?

Besser Parken in Krefeld: Nur wie?

Im Auftrag der Stadt hat eine Ingenieurgesellschaft die Parkraumsituation in den zentralen Stadtteilen analysiert.

Das Ergebnis der Studie klingt erstmal überraschend: Danach gibt es in der Innenstadt und den umliegenden Wohngebieten durchaus genug Parkplätze, um die Autos der Krefelder und der Pendler aufzunehmen: Nämlich rund 8000 öffentliche und 2000 Parkhaus-Plätze. Betrachtet wurde ein Gebiet, das von den Ringen sowie der Philadelphia und der Ritterstraße begrenzt wird - hier wohnen etwa 35.000 Menschen. Die Prüfer merkten schnell, dass es zu Stoßzeiten zu erheblichem Parksuchverkehr kommt, weil in vielen Straßen (besonders denen mit kostenlosem Parkraum) „alles zugeparkt“ scheint.

Als sie nach den Gründen fragten, stellten die Prüfer der Neusser Ingenieurgesellschaft Stolz eine Vielzahl unterschiedlichster Parkregelungen fest: Von unbegrenztem freien Parken bis zu stundenweisen Halteverboten, zeitweiser Parkscheiben- und Parkscheinpflicht war alles dabei. Urteil der Gutachter: „Das ist uneinheitlich und unübersichtlich“-

Ihr Vorschlag: Restlos alle öffentlichen Parkplätze zwischen den Wällen sollten werktags zwischen 7 und 19 Uhr gebührenpflichtig werden. Hinzu käme eine Höchstparkdauer von zwei bis drei Stunden rund um die Innenstadt. So soll das Problem der ortsfremden Dauerparker gelöst werden. Die hier wohnenden Krefelder könnten ihre Autos dank Anwohnerparken weiter kostenlos in ihren Heimat-Stadtteilen abstellen.

Die Gebührenhöhe in der City sollte bereits in 15-Minuten-Schritten ansteigen, nicht erst in 30 Minuten, wie bisher. Zur Höhe gab es keinen Vorschlag. Weiter empfehlen die Gutachter, dass in den Parkhäusern Zonen für Dauerparker eingerichtet werden. Außerdem sollten auch mehr „XXL-Parkplätze“ für Kombis und die beliebten SUV angeboten werden. Gestern Abend wurde das Gutachten der Politik vorgestellt. Es könnte die Grundlage für ein neues Parkraumkonzept bilden.

(StadtSpiegel)