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SPD, Grüne und FDP wollen Teilnahme an Pilotprojekt: „Ampel“ will Tempo 30 im Stadtgebiet

SPD, Grüne und FDP wollen Teilnahme an Pilotprojekt : „Ampel“ will Tempo 30 im Stadtgebiet

Die Fraktionen der SPD, Grünen und FDP wollen, dass Krefeld sich an einem Pilotprojekt „Tempo 30“ des Städtetags beteiligt. Im Stadtgebiet soll die Höchstgeschwindigkeit gedrosselt werden.

  Aachen, Augsburg, Freiburg, Hannover, Leipzig, Münster und Ulm sind bereits dabei. Und geht es nach den Fraktionen von SPD, Grünen und FDP wird Krefeld als achte deutsche Großstadt dem Pilotprojekt des Deutschen Städtetags beitreten. Das Ziel: 30 statt 50 km/h auf Krefelds Straßen - so wünscht es sich die  „Krefelder Ampel“. Am Freitag stellten die Beteiligten ihre Pläne vor. Die Verwaltung soll beauftragt werden, sich dieser Initiative anzuschließen. „Eine Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h macht die Straßen wesentlich sicherer vor allem für die besonders Gefährdeten - Fußgänger, Radfahrer und Bürger mit Mobilitätseinschränkungen. Deshalb fordern wir die Umkehr des Prinzips von bisher „grundsätzlich 50 km/h - in Ausnahmen 30 km/h“ in zukünftig „grundsätzlich 30 km/h - in Ausnahmen 50 km/h“, heißt es in dem gemeinsamen Antrag der drei Fraktionen.

Begründet wird der Antrag wie folgt: „Bei Gewährleistung eines guten Verkehrsflusses werden die Straßen leiser und die Luft sauberer, was nicht nur den Anwohnern zu Gute kommt, sondern allen, die hier unterwegs sind. Die Straßen können so wieder zu multifunktionalen Orten werden, die mehr sind als Verbindungen von A nach B.“

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Auch das Krefelder Straßennetz sei ein „Flickenteppich von unterschiedlichen Geschwindigkeiten, die den motorisierten Verkehrsteilnehmern das Leben schwer machen und zu ungewollten Geschwindigkeitsüberschreitungen führen“, so die Antragssteller. Deshalb wäre es „für alle Verkehrsteilnehmer sinnvoller, wieder eine grundsätzlich einheitliche Gesamtregelung anzustreben, die ab sofort von einer prinzipiellen Richtgeschwindigkeit von 30 km/h im Stadtgebiet ausgeht“. Auf eigens dafür ausgelegten Hauptstraßen sollen aber auch höhere Geschwindigkeiten erlaubt bleiben, so es sich „für den gesamtstädtischen Verkehrsfluss als erforderlich erweist“.

Darüberhinaus beobachten die drei Fraktionen ein verändertes  Mobilitätsverhalten. „Hierzu zählt auch, dass immer mehr Menschen, insbesondere auch junge Familien mit kleinen Kindern vom Auto aufs Rad umsteigen.“ Aus diesem Grund möchten SPD, Grüne und FDP mit einem städtischen Förderprogramm den Anreiz für den Kauf von Lastenrädern erhöhen. Hierzu wollen sie 150.000 Euro zur Verfügung stellen und insbesondere diejenigen fördern, für die der Kauf eines teuren Lastenrades aus finanziellen Gründen sonst nicht so einfach möglich wäre.